40.000
Aus unserem Archiv

Saar-Polizei bekommt mehr Rechte zur Kontrolle der Prostitution

Saarbrücken (dpa/lrs) – Die saarländische Polizei bekommt mehr Rechte für eine bessere Kontrolle der Prostitution. Der Landtag verabschiedete am Dienstag mit schwarz-roter Mehrheit ein neues Polizeigesetz. Die Opposition von Linken, Piraten und Grünen meldete massive Datenschutz-Bedenken an und stimmte mit Nein. Künftig dürfen Polizisten auch ohne Anlass Menschen kontrollieren, die sich auf dem Straßenstrich, in Bordellen und Prostituierten-Wohnungen aufhalten.

Das Saarland hat der ausufernden Prostitution im Land den Kampf angesagt. Unter anderem wurde eine Kondompflicht für Freier eingeführt und in der Landeshauptstadt Saarbrücken der Straßenstrich drastisch begrenzt. Für eine wirksame Eindämmung der negativen Folgen der Prostitution drängt die Landesregierung auf Bundesregelungen, etwa eine Verbesserung der psychosozialen Betreuung für Prostituierte und Strafen für Freier von Zwangsprostituierten.

Die scheidende Innenministerin Monika Bachmann (CDU) verteidigte das neue Polizeigesetz. Es sei «nicht gegen, sondern für Prostituierte». Für die Linksfraktion kritisierte die Abgeordnete Astrid Schramm, durch die Maßnahmen würden «Menschen unter Generalverdacht gestellt». Der Vorsitzende der Piratenfraktion, Michael Hilberer, sprach von «grundrechtsfeindlicher Symbolpolitik».

Tagesordnung Landtag

dpa-Landesdienst
Meistgelesene Artikel
epaper-startseite
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
  • Lokalticker
  • Regionalsport
  • Newsticker
Das Wetter in der Region
Donnerstag

-4°C - 6°C
Freitag

-5°C - 4°C
Samstag

-8°C - 4°C
Sonntag

-10°C - 0°C

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

Anzeige
Anzeige
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!