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Mainz

Prozess um millionenschweren Betrug

dpa/lrs

Im Prozess um einen mutmaßlich millionenschweren Betrug mit vermeintlichen Kreditgeschäften hat der Angeklagte vor dem Landgericht Mainz über seinen Verteidiger am Dienstag ein Geständnis abgelegt. Er sei gutgläubig gewesen und habe seinem Geschäftspartner geglaubt, dass dieser Darlehen bei Banken besorgen könne.

Strafprozessordnung
Bücher mit der Strafprozessordnung (StPO) auf einer Richterbank.
Foto: Christian Charisius/Archiv – dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 49-Jährigen gewerbsmäßigen Betrug in zehn Fällen vor. Mit dem bereits verurteilten Geschäftspartner soll er zwischen Juni 2011 und Juli 2012 von Mainz aus bei Firmen für ein „Finanzierungsmodell“ geworben haben. Die Unternehmer sollten die Hälfte eines angestrebten Darlehens an eine Gesellschaft zahlen, diese sollte sich um einen Bankkredit kümmern.

Von dem Kredit sollten wiederum 50 Prozent an das Unternehmen gehen, mit dem Rest sollte die Gesellschaft Gewinne erwirtschaften und die in die Schuldentilgung stecken. Laut Anklage sollen die Betrüger aber nie beabsichtigt haben, Darlehen zu vermitteln.

Der Angeklagte räumte ein, dass in den zehn Fällen tatsächlich nie Kredite beschafft worden seien. Unter anderem habe eine kanadische Filmemacherin rund 45 000 Euro gezahlt und auf ein Darlehen für ein Filmprojekt gehofft. Er selbst habe 40 Prozent des von Firmen gezahlten Geldes erhalten. Laut Anklage sollen mit der Masche rund 2,3 Millionen Euro an die mutmaßlichen Betrüger geflossen sein.

dpa-Landesdienst
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