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Mainz/Marburg

Neue Datenbank soll deutsches Handschriftenerbe erfassen

dpa

Das gesamte deutschsprachige Erbe an Handschriften des Mittelalters soll in einer frei zugänglichen Datenbank erfasst werden. Der sogenannte «Handschriftencensus» (HSC) sichere einen bedeutenden Schatz des kulturellen Erbes und biete ein wichtiges Fundament zum Verständnis der Vormoderne, hieß es in einer Mitteilung der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz vom Mittwoch. Die Datenbank entsteht am Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters an der Philipps-Universität Marburg, das gesamte Projekt läuft unter dem Dach der Akademie in Mainz.

Die Datenbank soll alle weltweit handschriftlich überlieferten volkssprachig-deutschen Textzeugen des Mittelalters erfassen. Dazu gehören etwa 26 000 Handschriften in mehr als 1500 Bibliotheken, Sammlungen und Archiven. Das Vorhaben ist den Angaben zufolge eines der größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik. Es ist auf 20 Jahre angelegt.

dpa-Landesdienst
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