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Mainz

Narren feiern Auftakt der «fünften Jahreszeit»

dpa/lrs

Acht Monate fastnachtslose Zeit sind vorüber: Um 11.11 Uhr haben am Dienstag tausende Mainzer den Beginn der närrischen Tage gefeiert. Das Motto der Kampagne verkündete der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD): «Hier bin ich Narr, hier darf ich's sein – an Fassenacht in Mainz am Rhein.» So richtig los geht die Fastnachtssaison in der Landeshauptstadt aber erst am 1. Januar 2015.

Mainzer Narren
Die Narrensaison hat begonnen.
Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Mit gelbkariertem Jackett und Narrenmütze wünschte Ebling der Narrenschar eine fröhliche Fastnacht. In typischer Reimform erwähnte er auch die weltweit schwelenden Konflikte und die Flüchtlinge. «Während wir hier die Fahnen schwenken, wollen wir auch der Menschen gedenken, die durch den Terror geschunden, hier in Mainz zur Ruhe gefunden.» Zuvor wurde traditionsgemäß vom Balkon des Osteiner Hofs aus das närrische Grundgesetz vorgelesen.

Nach Angaben der Polizei kamen rund 3000 Menschen zu dem närrischen Treiben auf dem Schillerplatz. Für einen Wochentag sei das eine ganze Menge, sagte eine Sprecherin. Ursprünglich hatte der veranstaltende Mainzer Carneval-Vereins (MCV) auf die doppelte Besucherzahl gehofft.

In Begleitung zweier Clowns verfolgte Christina Meier den Beginn der «fünften Jahreszeit». «Ich bin ein echtes «Meenzer Mädche»», sagte sie mit Blumenkette um den Hals und Sektglas in der Hand. Nach dem Schillerplatz gehe es weiter in ein Lokal, «bis zum Abwinken».

Pünktlich ging es auch in Koblenz los. Die letzten Sekunden zählte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK), Franz-Josef Möhlich, auf dem Jesuitenplatz vor Hunderten Narren herunter. Zu Konfettiregen gab es dann ein dreifach donnerndes «Kowelenz – Olau». Das Motto für 2015 lautet: «Echter Schängelkarneval verbindet Narren überall».

Der Karnevals-Prinz Eric vom Närrischen Eck stellte fest: «Das ist einfach toll hier, da muss man nicht nach Mainz fahren.» Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig (SPD) betonte, die fünfte Jahreszeit sei einfach die schönste in der Rhein-Mosel-Stadt.

In Trier erweckten die Narren um 11.11 Uhr auf dem Kornmarkt das Narrenzepter «Wuppdus». «Vorher geht gar nichts», sagte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval, Andreas Peters. Danach wurden vor mehreren hundert Jecken die närrischen Gesetze verlesen. Bis Aschermittwoch 2015 wird der «Wuppdus», eine Fastnachtsfigur, die außerhalb der närrischen Saison in einer Truhe «schläft», die Trierer beim bunten Treiben begleiten.

dpa-Landesdienst
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