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    Mainz

    Mehr Opfer von Straftaten in Rheinland-Pfalz: Gewalt steigt

    Die Gewalt vor allem in Familien in Rheinland-Pfalz nimmt zu. Die Zahl der Opfer von Körperverletzung, «Stalking» und Misshandlung stieg in den vergangenen zehn Jahren um elf Prozent auf fast 47 300. Dies geht aus dem neuen Opferschutzbericht der Regierung hervor. «Das gibt Anlass zu einiger Besorgnis», sagte Justizminister Gerhard Robbers (SPD) heute in Mainz. Die Beziehungsdelikte innerhalb der Familie seien gestiegen, weil mehr Gewaltopfer die Fälle meldeten. «Früher hat man das verheimlicht», sagte Robbers. Und: Die Täter schlügen härter zu als früher.

    Gerhard Robbers
    Justizminister Gerhard Robbers (SPD).
    Foto: F. von Erichsen - DPA

    Insgesamt stieg die Zahl der Opfer von Straftaten von 2004 bis 2013 um knapp zwölf Prozent auf rund 51 000. Der Justizminister sieht aber eine Verbesserung der Lage: «Rheinland-Pfalz ist sicherer geworden in den letzten zehn Jahren», sagte Robbers. Es gebe unter dem Strich nicht mehr Fälle, sondern mehr komme ans Licht. Während es 2013 mehr Opfer gab als 2004, sank zudem die Gesamtzahl der Geschädigten - hier fließen nicht nur Gewaltfälle ein, sondern auch Diebstahl und Vermögensdelikte - um fast zehn Prozent auf knapp 290 000.

    Die Regierung will den Opferschutz verbessern. So soll es mehr Häuser des Jugendrechts geben. Während bereits Einrichtungen in Mainz, Ludwigshafen, Koblenz, Trier und Kaiserslautern existieren, sollen sie auch in mittelgroßen Städten für mehr Zusammenarbeit von Polizei, Justiz und Jugendhilfe sorgen. Auch die Kooperation zwischen Gefängnissen und Bewährungshilfe bei Entlassungen und das psychotherapeutische Angebot in der Haft will Robbers verbessern. Für den Ausgleich zwischen Tätern und Opfern ist mehr Austausch geplant.

    Die Zahl der Opfer von Körperverletzung nahm laut Bericht innerhalb von zehn Jahren um etwa 14 Prozent auf fast 33 200 zu, darunter sind elf Prozent mehr Opfer innerhalb von Familien. In dem Zeitraum registrierten die Behörden einen Anstieg der Opferzahl beim Nachstellen («Stalking») um ein Drittel auf 1053. Die Zahl der Misshandlungsopfer - vor allem Kinder - legte um knapp acht Prozent auf 310 zu.

    Mitteilung Opferschutzbericht Rheinland-Pfalz

    Vierter Opferschutzbericht Rheinland-Pfalz

    dpa-Landesdienst
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