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    Mainzer Wahlsieger Ebling übernimmt am 18. April OB-Amt

    Der Mainzer Wahlsieger Michael Ebling tritt am 18. April seinen neuen Posten als Oberbürgermeister an. Dann wird der Sozialdemokrat in einer Stadtratssitzung ins Amt eingeführt, wie die Kommune am Montag mitteilte. Der rheinland-pfälzische Bildungsstaatssekretär hatte sich am Sonntag in einer Stichwahl deutlich gegen den Grünen-Politiker Günter Beck durchgesetzt. Ebling erhielt 58,2 Prozent der Stimmen, Günter Beck 41,8 Prozent.

    OB-Wahl Mainz
    Foto: DPA

    Wer Eblings Nachfolger als Bildungsstaatssekretär werde, sei noch unklar, sagte Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) am Sonntagabend. «Lassen Sie mir wenigstens ein paar Tage!» Erst müsse es in Absprache mit Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) Gespräche «mit ein paar Leuten» geben.

    Sein grüner Namensvetter Günter Beck bleibt Bürgermeister und Finanzdezernent der Landeshauptstadt. Also werden die beiden Wahlgegner nun zusammenarbeiten müssen. Die rheinland-pfälzischen Grünen werteten Günter Becks Einzug in die Stichwahl am Montag gleichwohl als Erfolg. Er habe sich «im Kampf David gegen Goliath tapfer geschlagen». Beim ersten Wahlgang am 11. März hatten noch acht Kandidaten ihren Hut in den Ring geworfen, darunter auch der wegen Untreue-Vorwürfen umstrittene CDU-Bewerber Lukas Augustin. Mit nur 20,4 Prozent konnte er nicht mehr bei der Stichwahl antreten.

    Günter Becks Partei nahm schon das Jahr 2014 ins Visier. «Die Grünen im Stadtrat gehen gestärkt aus dieser Wahl und können zuversichtlich auf die nächste Kommunalwahl blicken», hieß es am Montag. In Mainz regiert eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP. Die Liberalen kämpfen bundesweit um ihr Überleben. Und die CDU in Mainz gilt zumal nach der Augustin-Affäre als geschwächt.

    Mit Eblings Wahlsieg bleibt der Chefsessel im Rathaus auch nach 63 Jahren weiter in SPD-Hand. Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag bei herrlichem Sonnenschein nur bei 34,3 Prozent. Das waren noch 8,5 Punkte weniger als im ersten Wahlgang zwei Wochen zuvor. Eblings neuer Job gilt keineswegs als leicht: Mainz ist tief verschuldet - das engt den Spielraum deutlich ein.

    dpa-Landesdienst
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