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Berlin

LKA-Präsident im Edathy-Ausschuss: SPD-Abgeordneter wollte Infos

Der Präsident des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamtes hat im Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Edathy-Affäre bestätigt, dass der Mainzer SPD-Abgeordnete Michael Hartmann Informationen zu einem Kinderporno-Ermittlungsverfahren haben wollte. Hartmann habe in drei Telefonaten versucht, von ihm etwas über die Ermittlungen gegen deutsche Kunden eines kanadischen Kinderporno-Händlers zu erfahren, sagte LKA-Chef Wolfgang Hertinger am Donnerstag als Zeuge vor dem Gremium.

Wolfgang Hertlinger
Der Präsident des Landeskriminalamtes, Wolfgang Hertlinger.
Foto: Wolfgang Kumm – DPA

Er habe Hartmann aber keine Auskünfte erteilt und dem SPD-Politiker bei dessen dritten Anruf zu verstehen gegeben, «dass er sich und mich in Schwierigkeiten bringt» durch diese Fragen, betonte Hertinger.

Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy war durch die kanadischen Ermittlungen ins Visier der Justizbehörden geraten. Edathy hatte als Zeuge im Untersuchungsausschuss ausgesagt, Hartmann habe ihn im Herbst 2013 informiert, dass gegen ihn ermittelt werde.

Laut Edathy rief Hartmann damals einen hochrangigen LKA-Beamten an, um Informationen zum Vorgehen der Behörden in dem Verfahren zu beschaffen, allerdings ohne dabei Edathys Namen zu nennen. Selbstkritisch sagte Hertinger: «Ich habe da herumgeeiert, ich hätte ihm gleich sagen sollen «Hartmann, es gibt nichts».»

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dpa-Landesdienst
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