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Mainz

Krankenkasse muss Behindertem kein Tandem zur Therapie zahlen

dpa/lrs

Eine Krankenkasse muss einem spastisch gelähmten Mann kein Tandem zu Therapiezwecken finanzieren. Das Mainzer Sozialgericht wies einen entsprechenden Antrag auf Kostenerstattung zurück. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, hatte ein Arzt dem spastisch gelähmten Mann das Rad verordnet. Mit Hilfe eines Partners sollte der Patient auf dem Tandem Bewegungsabläufe trainieren und seine Muskelspannung in den Griff bekommen. Er kaufte daher in einem Fahrradgeschäft für 4500 Euro ein entsprechendes Rad und beantragte bei seiner Krankenkasse Erstattung. Die Kasse lehnte das ab.

Das Gericht gab der Kasse recht, weil das Fahrrad aus rechtlicher Sicht kein spezielles Hilfsmittel sei, sondern ein «Gegenstand des täglichen Gebrauchs». Die Vorsitzende Richterin Britta Wiegand verwies unter anderem auf ein Urteil des Bundessozialgerichts, das klarstelle: Nur spezielle Hilfsmittel sind erstattungsfähig. Das Urteil wird rechtskräftig, wenn der Kläger nicht binnen Monatsfrist Berufung einlegt.

dpa-Landesdienst
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