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    Kohde-Kilsch fällt bei Saar-Linken durch: Ploetz Spitzenkandidatin

    Saarbrücken (dpa/lrs) - Die frühere Weltklasse-Tennisspielerin Claudia Kohde-Kilsch hat keine Chance auf Einzug in den Bundestag nach der Wahl am 22. September. Die vom ehemaligen Linken-Chef Oskar Lafontaine unterstützte 49-Jährige wurde am Sonntag zwar zur Linken-Direktkandidatin im Wahlkreis Saarbrücken gewählt. Bei der Aufstellung der Landesliste scheiterte sie aber im ersten Wahlgang. In einer Stichwahl bestimmte eine Landesmitgliederversammlung die 28 Jahre alte Bundestagsabgeordnete Yvonne Ploetz zur Spitzenkandidatin.

    Yvonne Ploetz (Die Linke)
    Yvonne Ploetz (Die Linke) ist Spitzenkandidatin.
    Foto: Henning Kaiser/Archiv - DPA

    Die Saar-Linken waren der letzte Landesverband, der seine Landesliste für die Bundestagswahl aufstellte. In der Stichwahl um Platz eins der Landesliste setzte sich Ploetz mit gut 51 Prozent der Stimmen gegen den Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze durch. Ploetz war 2010 für Lafontaine in den Bundestag nachgerückt, nachdem sich dieser wegen einer Krebserkrankung ins Saarland zurückgezogen hatte. Lutze wurde ohne Gegenkandidaten auf Platz zwei der Landesliste gewählt. Allerdings gilt nur Platz eins als sicher.

    Der 69-jährige Lafontaine selbst bewirbt sich nicht wieder um ein Bundestagsmandat. In einer kämpferischen Rede warb er am Sonntag für die Wahl Kohde-Kilschs. Ein gutes Wahlergebnis sei nur mit bekannten Namen zu erreichen, sagte Lafontaine. Ziel müsse es bleiben, dass die Saar-Linken wieder zwei Bundestagsmandate erringen. Dafür seien aber 16 bis 18 Prozent nötig. Seine Werbung für Kohde-Kilsch wurde immer wieder durch «Buh-Rufe» unterbrochen.

    Kohde-Kilsch sagte, sie werde als Quereinsteigerin «engagiert, ehrlich und glauwürdig» für die Ziele der Linken kämpfen. «Das habe ich im Sport gelernt.» Sie wird als Direktkandidatin für die Linken Wahlkampf an der Saar machen. Es gilt aber als so gut wie ausgeschlossen, dass die Linken einen der vier saarländischen Wahlkreise gewinnen. Im ersten Wahlgang für die Landesliste war Kohde-Kilsch am Sonntag mit 19,6 Prozent dritte von sechs Bewerbern für Listenplatz eins.

    Kohde-Kilsch gehörte in den 1980er und 1990er Jahren zu den Stars im Tenniszirkus. Unter anderem gewann die Doppel-Spezialistin zusammen mit Steffi Graf bei den Olympischen Spielen 1988 Bronze.

    Die Landesmitgliederversammlung hatte wegen großen Andrangs mit einstündiger Verzögerung begonnen. In die aus den 1950er Jahren stammende Sporthalle waren 562 der gut 2300 saarländischen Linken-Mitglieder gekommen.

    Saar-Linke im Bundestag

    dpa-Landesdienst
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