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Hambacher Schloss: Demokratiefestival will Begegnung fördern

Wie lässt sich die Idee von Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Recht im 21. Jahrhundert leben? Dieser Frage geht ein Festival auf dem Hambacher Schloss nach. Geboten werden Workshops, Diskussion und Kunstaktionen. Jeder sei willkommen, betonen die Organisatoren.

Hambacher Schloss
Blick auf das Hambacher Schloss, bei Neustadt an der Weinstraße.
Foto:Uwe Anspach/Archiv – dpa

Neustadt (dpa/lrs) – Künstler, Politiker, Jugendliche: Auf dem geschichtsträchtigen Hambacher Schloss will ein „Demokratiefestival“ vom 14. bis 16. September den Stand der Dinge in Europa ausloten. „Wir möchten den Austausch und die Begegnung fördern und das Hambacher Schloss als Ort der gelebten Demokratie den Menschen zugänglich machen“, sagte Thomas Kraus vom Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar. Zur Eröffnung an diesem Freitag (13.00 Uhr) werden unter anderem Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kulturminister Konrad Wolf (beide SPD) erwartet.

Die ersten Ideen zum Festival entstanden vor mehr als zwei Jahren. „Seitdem hat die Entwicklung in Deutschland, Europa und der ganzen Welt gezeigt, welche Bedeutung das Projekt hat. Wir brauchen solche Formate des Austauschs und der Begegnung und sollten sie auch nutzen“, betonte Kraus. Etwa 40 internationale Künstlerinnen und Künstler würden beim Festival ihre Sicht auf Europa mitbringen. „Wir richten uns an alle, die den Ort Hambacher Schloss schätzen und die Gelegenheit wahrnehmen wollen, sich mit unterschiedlichen Meinungen und der Vielfalt Europas auseinanderzusetzen.“

Zuletzt hatten auch rechtspopulistische Kräfte das Schloss für sich reklamiert. Kraus sieht das Festival aber nicht als Beitrag, die „Deutungshoheit“ zurückzuholen. „Deutungshoheit an einem Ort der Demokratie zu beanspruchen ist undemokratisch“, unterstrich der Mit-Organisator mit Sitz in Mannheim. Zwar gebe es unterschiedliche Interpretationen der Geschichte. „Doch Werte wie demokratische Rechte, Freiheit und eine Solidarität demokratischer Kräfte in Europa waren zentrale Themen des Hambacher Fests – dafür steht dieser Ort.“.

Das Angebot richte sich an alle, sagte Kraus. „Wir werden am Burgtor nicht die politische Gesinnung abfragen. Jede und jeder ist willkommen, die oder der ernsthaft diskutieren will, sich austauschen will, anderen zuhören und mit ihnen in Dialog treten will.“

Am Hambacher Schloss und in Neustadt an der Weinstraße demonstrierten 1832 Tausende Menschen für die Einheit Deutschlands, für Bürgerrechte und Freiheit. Das sogenannte Hambacher Fest gilt als eine der wichtigsten Stationen auf Deutschlands Weg zur Demokratie.

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dpa-Landesdienst
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