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    Mainz

    Hahn-Aufsichtsratschef entzieht Geschäftsführer Befugnis

    Der Aufsichtsratschef des angeschlagenen Hunsrück-Flughafens Hahn, Hans Endler, hat überraschend die Zuständigkeiten von Geschäftsführer Heinz Rethage beschnitten. Endler habe den Airport-Manager von der Leitung einer Arbeitsgruppe entbunden, die mögliche frühere Unregelmäßigkeiten am Flughafen unter die Lupe nimmt, bestätigte Hahn-Sprecherin Bianca Waters am Montag einen Bericht der «Rhein-Zeitung». Auf die Frage nach dem Motiv antwortete sie: «Dazu liegt mir keine Begründung vor.» Joachim Winkler, Sprecher des rheinland-pfälzischen Verkehrsministeriums, sagte nur: «In dieser Angelegenheit sind wir im Gespräch mit der Geschäftsführung und dem Aufsichtsratsvorsitzenden.»

    Flughafen Hahn
    Flughafen Hahn
    Foto: dpa

    Laut «Rhein-Zeitung» war die Arbeitsgruppe auf einen Fall von früherer möglicher Günstlingswirtschaft bei einer Firma für Passagierabfertigung gestoßen. Der Vertrag mit ihr sei 2009 ohne Ausschreibung vorzeitig verlängert worden - angeblich mit Zustimmung der damaligen Geschäftsführung der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH (FFHG). Kurz danach soll die Ehefrau eines leitenden Angestellten der FFHG alle Anteile der Firma übernommen und damit heftige Debatten im Aufsichtsratsrat ausgelöst haben. Die Anteile seien wieder zurückgegeben worden, die Ehefrau sei aber in der Firma an verantwortlicher Stelle geblieben. Auch ihr Mann sei bis heute bei der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH im Amt.

    Rethage ist erst seit Februar Hahn-Geschäftsführer. Er legte kürzlich dem Kontrollgremium ein Rettungskonzept für den hoch verschuldeten Flughafen vor. Erwartet wird, dass sich der Aufsichtsrat in seiner nächsten Sitzung Ende September auch mit dem Wirbel um die angebliche Vetternwirtschaft befasst.

    CDU-Fraktionsvize Alexander Licht sagte der dpa: «Diese Dinge sind längst ausgeräumt und im Aufsichtsrat schon besprochen worden.» Dennoch seien sie nun wieder aufs Tapet gekommen und schadeten so dem Ruf des Flughafens. «Das Klima am Hahn ist dermaßen vergiftet, dass auch notwendige Einsparungen und Verhandlungen über Gebühren und Fluggesellschaften eher erschwert werden», erklärte Licht.

    Roger Lewentz (SPD) weilte am Montag erstmals als Verkehrsminister in Brüssel. Dort wollte er mit der rheinland-pfälzischen Europaministerin Margit Conrad (SPD) an einer Podiumsdiskussion über Regionalflughäfen teilnehmen. Auch die Hahn-Geschäftsführer Rethage und Wolfgang Pollety waren laut ihrer Sprecherin Waters nach Brüssel gereist.

    Daten und Fakten zum Flughafen Hahn

    dpa-Landesdienst
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