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Haft für Handgranatenanschlag auf Wettbüro

Saarbrücken (dpa/lrs) – Wegen eines Handgranatenanschlags auf ein Wettbüro hat das Saarbrücker Landgericht zwei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Ein 33 Jahre alter Mann erhielt am Mittwoch eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten, das Strafmaß für seinen zwei Jahre älteren Komplizen beträgt drei Jahre und drei Monate. Beide wurden wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion schuldig gesprochen, sagte eine Sprecherin des Landgerichts.

Bei der Explosion der Granate war der Eingang des Wettbüros in einer Nacht Ende Mai 2011 komplett zerstört worden, Nachbargebäude und Autos wurden beschädigt. Obwohl Menschen nicht zu Schaden kamen, hatte die Anklage zunächst auf Mordversuch gelautet. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft wussten die Täter, dass der Inhaber in seinem Wettbüro schlief. Nur weil das Opfer entgegen seiner Gewohnheiten nicht im vorderen, sondern im hinteren Teil sein Nachtlager aufgeschlagen hatte, sei es unverletzt geblieben.

Mit dem Urteil blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Diese hatte für den geständigen 35-Jährigen fünf Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hatte auf drei Jahre plädiert. Für den 33-Jährigen hatte die Anklagebehörde eine Strafe von fünf Jahren und drei Monaten beantragt. Der Anwalt des Mannes hatte dagegen auf einen Freispruch plädiert. Der 35-Jährige war wenige Tage nach der Explosion festgenommen worden, sein Komplize Mitte November.

dpa-Landesdienst
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