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Saarlouis

Gericht: Jäger müssen Wildkameras melden

Jäger müssen den Betrieb einer Wildkamera im Wald vorher bei einer Datenschutzbehörde melden. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) des Saarlandes in Saarlouis am Donnerstag entschieden. Es bestätigte damit eine vorangegangene Entscheidung aus erster Instanz, gegen die drei Jäger aus dem Saarland in Berufung gegangen waren.

Frau kontrolliert Fotofalle
Eine Biologin kontrolliert eine Fotofalle.
Foto: Arno Burgi/Archiv – dpa

Die Männer aus Merzig und Neunkirchen hatten gegen die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit geklagt. Sie sind der Meinung, dass die Videoaufzeichnungen an sogenannten Kirrungen für Wildschweine – Lockfütterungsstellen – ausschließlich zu Jagdzwecken im Rahmen der privaten Freizeitgestaltung erfolgen.

Das sah das OVG wie schon das Verwaltungsgericht im Mai 2016 anders. Weil es ein Betretungsrecht für den Wald gebe, handele es sich „um eine faktisch öffentliche Fläche“ im Umkreis der Kirrung. Einer Gerichtssprecherin zufolge wurde die Frage, ob Videokameras an Lockfütterungsstellen gemeldet werden müssen, zum ersten Mal obergerichtlich entschieden.

Unabhängiges Datenschutzzentrum Saarland

Vereinigung der Jäger des Saarlandes

dpa-Landesdienst
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