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Mainz

Forschung an Tiefseeschwämmen wird von EU gefördert

dpa/lrs

Wie können aus Tiefseeschwämmen medizinisch wirksame Substanzen etwa gegen die Knochenkrankheit Osteoporose gewonnen werden? Um dies zu erforschen, werden Wissenschaftler unter anderem an der Universität Mainz mit rund sechs Millionen Euro von der EU unterstützt. An dem Verbund «BlueGenics» seien Fachleute aus neun Ländern beteiligt, teilte Projektkoordinator Professor Werner E.G. Müller vom Institut für Physiologische Chemie der Universitätsmedizin Mainz am Donnerstag zum offiziellen Start mit.

Die Forscher wollen genetische Blaupausen für biomedizinisch relevante Substanzen aus Tiefseeschwämmen gewinnen. Mit diesem Ansatz könnten mögliche wichtige Quellen im Meer genutzt werden, ohne die Arten zu gefährden. Die Forschungsstrategie kombiniere biomedizinische Genomforschung und chemische Strukturanalyse- und Syntheseverfahren, erklärte Müller.

Mit «BlueGenics» haben sich 16 Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Kroatien, Portugal, Island, Italien, Schweden, England und China zusammengetan. «Wir stehen praktisch noch ganz am Anfang, was die Nutzung von Ressourcen aus dem Meer, insbesondere der noch wenig erforschten Tiefsee, für wissenschaftliche Zwecke angeht», teilte der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin, Prof. Reinhard Urban, mit. «Doch schon jetzt ist absehbar, dass sich im Forschungsfeld Tiefsee große Chancen auftun.»

Prof. Werner E.G. Müller

dpa-Landesdienst
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