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Forscher: AfD erreicht mit Ausschluss mehr Aufmerksamkeit

Mainz (dpa/lrs) – Der Streit um den Ausschluss der Alternative für Deutschland (AfD) bei der SWR-«Elefantenrunde» könnte der rechtskonservativen Partei aus Sicht des Mainzer Politologen Kai Arzheimer noch Auftrieb geben. «Die Absage an die AfD ermöglicht es dieser, sich als Opfer einer ganz großen Koalition von «Altparteien» und Medien zu präsentieren», sagte der Parteienforscher der Deutschen Presse-Agentur. «Damit erreicht die AfD vermutlich mehr und positivere Aufmerksamkeit, als sie durch die Teilnahme an der Elefantenrunde erreicht hätte.»

In der jüngsten ZDF-Umfrage kam die AfD auf neun Prozent. Weil die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nicht mit der AfD in einer Talksendung sein wollte, hatte der SWR nur SPD, CDU und Grüne zur Talkrunde vor der Wahl eingeladen und kleinere Parteien per Interviews einspielen wollen. CDU-Landeschefin Julia Klöckner sagte daraufhin ab. Die TV-Debatte, die für den 10. März drei Tage vor der Landtagswahl geplant ist, steht nun vor dem Aus.

Parteienforscher Kai Arzheimer

SWR-Intendant Boudgoust zur TV-Debatte

dpa-Landesdienst
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