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    Fahrgastverband: Über Mindestangebot nachdenken

    Ludwigshafen (dpa/lrs) – Wegen des Lokführer-Warnstreiks muss nach Ansicht des Pro-Bahn-Vertreters Ulrich Vogel darüber nachgedacht werden, wie im Öffentlichen Nahverkehr in Streikzeiten ein Mindestangebot sichergestellt werden kann. «Es gibt Einrichtungen der Daseinsvorsorge, auf die man sich einfach verlassen können muss», sagte der Vorsitzende des Pro-Bahn-Landesverbandes Rheinland-Pfalz und Saarland am Dienstag der dpa. Der Öffentliche Nahverkehr gehöre wie die Wasser- und Gesundheitsversorgung dazu. Vogel regte an, den Kreis der Institutionen, die der staatlichen Daseinsvorsorge zugerechnet werden, um die öffentlichen Verkehrsmittel zu erweitern.

    Zur Illustration seiner Forderung verwies Vogel auf Italien. Dort gebe der Gesetzgeber vor, «was im Falle eines Streiks auf allen Strecken gefahren werden muss». Die Informationen würden im Internet veröffentlicht, und die Kunden könnten sich darauf verlassen.

    In der Bundesrepublik sei das Streikrecht zwar in der Verfassung geschützt, und man könne kein Verbot für Lokführer fordern. «Aber wenn es so weitergeht mit diesen Auseinandersetzungen, muss man auch mal das Undenkbare denken.» Die öffentliche Daeinsvorsorge sei einfach zu wichtig geworden, um durch Streiks eingeschränkt zu werden. Es gebe ja auch keine Streiks bei der Wasserversorgung. «Das sind Dinge, über die Politiker nachdenken müssen, wenn sich dieser Zirkus wiederholt», sagte Vogel. Die Leidtragenden seien die Fahrgäste. Außerdem seien Beschäftigte dafür verantwortlich, dass sie pünktlich zur Arbeit kämen.

    Den Warnstreik selbst bezeichnete Vogel als «noch angemessen. Die Betonung liegt auf noch.» Momentan sei noch kein größerer Schaden entstanden, in Rheinland-Pfalz wirke sich positiv aus, dass das Angebot des öffentlichen Regionalverkehrs vergleichsweise dicht sei. Die Erfahrungen der Vergangenheit ließen aber befürchten, dass noch erheblicher Flurschaden entstehen könne, sagte Vogel mit Blick auf frühere Streiks der Lokführer. «Ich fürchte, dass das erst der Anfang war.»

    Pro-Bahn-Landesverband

    dpa-Landesdienst
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