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    Völklingen

    Ermittlungen zu Brandstiftungen dauern an

    Die Polizei geht noch einmal Akte für Akte durch: Die Ermittlungen zu den unaufgeklärten Brandstiftungen im saarländischen Völklingen und einem Bombenanschlag in Saarbrücken vor zwölf Jahren dauern an. Die Ermittler durchforsten derzeit die Unterlagen über mindestens elf Feuer in größtenteils von Ausländern bewohnten Häusern nochmals auf einen möglichen ausländerfeindlichen Hintergrund hin. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Saarbrücken am Donnerstag sagte, wird auch der Anschlag auf die Wehrmachtsausstellung in Saarbrücken noch einmal auf einen rechtsradikalen Bezug hin geprüft.

    Ortsschild der Stadt Völklingen
    Der Fall wird noch einmal neu aufgerollt.
    Foto: Oliver Dietze/Archiv - DPA

    Der Völklinger Stadtrat wollte unterdessen am Abend eine Resolution gegen Rechtsradikalismus verabschieden. Kurz vor der Sitzung sollte noch der Wortlaut des Textes abgestimmt werden, um eine möglichst breite Mehrheit zu finden, berichtete der Vorsitzende der CDU-Stadtrats-Fraktion, Stefan Rabel. Offen ist vor allem, wie sich die NPD bei der Abstimmung verhält. Sie hat zwei der 51 Sitze in der Stadtvertretung.

    Völklingen war am Wochenende bundesweit in die Schlagzeilen geraten. Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» hatte berichtet, die dortige türkisch-islamische Gemeinde habe eine DVD erhalten, die einer Bekenner-DVD des Zwickauer Terror-Trios gleiche. Am Montag ordnete daraufhin der saarländische Generalstaatsanwalt Ralf-Dieter Sahm an, dass die Brandstiftungen in den vergangenen fünf Jahren nochmals überprüft werden. Es gebe aber keine Anhaltspunkte, dass diese etwas mit den Fällen des Neonazi-Trios zu tun hätten.

    Dagegen verfolgen die Ermittler im Fall des Bombenanschlags auf die umstrittene Wehrmachtsausstellung in Saarbrücken 1999 eine Spur, die nach Zwickau führen könnte. Diese sei aber sehr vage, betonte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Jetzt soll nochmals ein Journalist gehört werden. Er hatte am Tag nach dem Anschlag in der Nähe des Tatorts eine Frau und zwei Männer gesehen hatte - auf sie könnte die Beschreibung des Zwickauer Neonazi-Terrortrios zutreffen.

    dpa-Landesdienst
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