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Ermittlungen wegen möglicher Plünderungen des Wracks «Mainz»

Helgoland/Mainz (dpa/lrs) – Die Bundespolizei ermittelt gegen mutmaßliche Plünderer eines nach der Stadt Mainz benannten Schiffswracks vor Helgoland. Sie sollen den im Ersten Weltkrieg vor der Hochseeinsel gesunkenen Marinekreuzer SMS «Mainz» geplündert haben. «Es liegt eine Anzeige wegen Störung der Totenruhe vor», sagte Bundespolizeisprecher Matthias Menge am Dienstag. Zu den Tatverdächtigen konnte er noch keine Angaben machen. Zuvor hatten mehrere Medien über den Fall berichtet.

Wie es am Dienstag bei Radio Bremen hieß, sollen Sporttaucher aus den Niederlanden unter anderem die gesunkene «Mainz» geplündert haben. Die Taucher seien sich keiner Schuld bewusst. Sie argumentierten, Wracks vor Helgoland verrotteten doch nur am Meeresgrund. Auf einer Facebook-Seite präsentieren Taucher unter anderem eine geborgene Zielvorrichtung einer Kanone des Schiffs.

Der 1909 in Stettin vom Stapel gelaufene Kleine Kreuzer «Mainz» war 1914 nahe der Nordseeinsel Helgoland gesunken. Dabei sollen rund 90 Menschen ums Leben gekommen sein. Am Mainzer Rheinufer erinnert noch heute ein rötliches Denkmal an das Schiff der kaiserlichen Marine.

Facebook-Eintrag zur "Mainz"

dpa-Landesdienst
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