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    Mainz

    Dreyer kritisiert Änderungen bei Minijobs

    Die rheinland-pfälzische Arbeitsministerin Malu Dreyer (SPD) hat statt der geplanten finanziellen Änderungen bei Minijobs eine grundlegende Reform gefordert. Die Bundesregierung will die Einkommensgrenzen von Minijobbern von 400 auf 450 Euro anheben. Dreyer sagte am Freitag im Mainzer Landtag, zwar sollten Minijobs zu einem flexibleren Arbeitsmarkt beitragen. Es gebe jedoch zahlreiche Probleme und Risiken. Auch bei einer Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro pro Monat müssten Minijobber zum Beispiel rein rechnerisch 230 Jahre arbeiten, um eine monatliche Rente von 850 Euro zu bekommen.

    Arbeitsministerin Malu Dreyer (SPD)
    Dreyer ist mit den Änderungen nicht zufrieden.
    Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv - DPA

    Die Probleme äußern sich laut Dreyer auch häufig in einer Benachteiligung im Vergleich zu anderen Beschäftigten und in der «fehlenden Brückenfunktion zu einem oftmals gewünschten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis». Die Ministerin forderte eine angemessene Bezahlung und auch eine Verringerung der hohen Zahl der Minijobber. Eine entsprechende Bundesratsinitiative von Nordrhein-Westfalen werde die rheinland-pfälzische Landesregierung konstruktiv begleiten. Ein Minijob ist als geringfügiges Beschäftigungsverhältnis sozialversicherungsfrei.

    dpa-Landesdienst
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