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Apotheker-Prozess: Nebenklage spricht von Tötungsvorsatz

Im Prozess um mutmaßlich gestreckte Krebsmedikamente hat ein Nebenklage-Anwalt die Zuständigkeit des Gerichts infrage gestellt. Dass der angeklagte Apotheker Medikamente gepanscht habe, sei ein Mordversuch aus Habgier, argumentierte Siegmund Benecken, der eine der betroffenen Frauen vertritt. Das Verfahren gehöre deshalb vor das Schwurgericht, das über entsprechend schwerwiegende Anschuldigungen verhandelt. Der Prozess startete am Montag aber vor der 21. Wirtschaftsstrafkammer des Essener Landgerichts.

Dem Apotheker aus Bottrop wird vorgeworfen, Krebsmedikamente zu gering dosiert, bei den Krankenkassen aber voll abgerechnet zu haben. Dadurch soll den gesetzlichen Krankenkassen ein Schaden von rund 56 Millionen Euro entstanden sein. Der Fall hat Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz: Drei Patienten wurden dort nach Angaben des Gesundheitsministeriums von dem Apotheker aus Bottrop behandelt. Im Saarland sind laut Gesundheitsressort womöglich ebenfalls Patienten betroffen.

Der Anwalt der Nebenklage hatte zuvor betont, der Angeklagte habe „aus grenzenloser Menschenverachtung und eiskaltem Gewinnstreben“ gehandelt und dabei in Kauf genommen, dass Krebspatienten früher stürben. Das Gericht will über den Antrag des Anwalts erst entscheiden, wenn die umfangreiche Anklage verlesen wurde.

dpa-Landesdienst
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