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Kell

Naturerlebnisse auf dem Höhlen- und Schluchtensteig Kell: Zwischen Himmel und Hölle

Mitten in freier Flur, am Parkplatz Bergwege nahe der K 57, starten wir die Tour auf dem Höhlen- und Schluchtensteig. Noch vor dem ersten Schritt halten wir inne und sind begeistert von der 360-Grad-Panoramasicht, die sich uns vom höchsten Punkt der Wanderung besonders bei klarem Wetter bietet.

Die Tour in der Nähe von Andernach bietet neben grandiosen Ausblicken auch spannende Einblicke.  Foto: Kappest/Traumpfade
Die Tour in der Nähe von Andernach bietet neben grandiosen Ausblicken auch spannende Einblicke.
Foto: Kappest/Traumpfade

Zwischen Feld und Wiese streben wir zum nahen Waldrand und zum Krayerbach. Die Strecke durch das Tal gestaltet sich sehr abwechslungsreich und setzt einen deutlichen Kontrapunkt zu den vorherigen offenen Flurpassagen.

Nach 2,9 Kilometern passieren wir das Areal der Krayermühle und treffen bei Kilometer 3,6 auf Höhe der Pöntermühle ein. Etwas oberhalb des Weges lädt die Pöntertal-Hütte zur Rast ein. Nach 4,5 Kilometern biegen wir links in Richtung Kell ab und queren über einen Steg das Wasser.

Kurz bevor der Traumpfad an einem Strommast über eine Wiese führt, bietet sich ein 50-Meter-Abstecher nach rechts an: Vom Schweppenburgblick aus haben wir nicht nur die Burg fest im Blick, sondern können auch die Aussicht ins waldreiche Brohltal auskosten. Nach 6,6 Kilometern beglückt uns der Heimatblick mit einer weiteren sehr schönen Aussicht. Eine unscheinbare Schutzhütte lassen wir links liegen und biegen 100 Meter später an einer Bank scharf rechts zur „Schönen Aussicht“ ab.

Bei Tageskilometer 7,7 unterqueren wir das mächtige Eisenbahnviadukt und laufen über eine Wiese. Vor uns erheben sich die Wände der Trassablagerungen, die hier bis 60 Meter Mächtigkeit erreichen. Magisch ziehen uns die Höhlen an, die sich im weichen Vulkanmaterial befinden. Gemeinsam mit der Georoute U gehen wir auf Entdeckertour unter Tage. Aber keine Angst, man benötigt weder Höhlenausrüstung noch Taschenlampe, denn durch die großen Öffnungen fällt genug Licht.

Unten im Tal rauscht der Bach und gräbt sich immer tiefer ins weiche Vulkangestein ein. Stege helfen über exponierte Stellen, und rasch kommt wieder Entdeckerlust auf. Der krönende Abschluss der Wanderung durch die Wolfsschlucht ist nach 9,8 Kilometern der Wasserfall. Wir folgen dem Traumpfad am Waldrand entlang in das herrliche Wassenacher Tal und erobern noch einmal das Hochplateau.

Ein Feldweg führt uns wieder mitten durch freies Feld, und besonders an der Bank des Siebengebirgsblickes sind wir noch einmal überwältigt vom Panorama. Jetzt sind es nur noch wenige Schritte, bis wir nach zwölf Kilometern wieder am Parkplatz eintreffen.

Buchtipps: „Traumpfade – Jubiläumsausgabe, 27 Premium-Rundwanderungen an Rhein, Mosel und in der Eifel“, Detailkarten und GPS-Daten, 272 Seiten, 12,95 Euro. „Traumpfädchen – Die schönsten Spazierwanderungen, Rhein, Mosel, Eifel“, 144 Seiten, 9,95 Euro. Infos: www.ideemediashop.de.

Durch die Trasshöhlen und die beeindruckende Wolfsschlucht

Anfahrt: A 61, Abfahrt Kruft, auf der L 113 zur Abzweigung der K 57 nach Kell. Kurz nach dem Berghof befindet sich der Parkplatz links an einem Wasserhaus auf freiem Feld.

Start/Ziel: Parkplatz Bergwege

Länge: zwölf Kilometer

Anspruch: mittel

Tipp: Die Traumpfade feiern dieses Jahr mit mehr als 130 Veranstaltungen zehnten Geburtstag. Auf dem Höhlen- und Schluchtensteig findet am Sonntag, 29. April, eine geologische Erlebnistour statt.

Der Rheinland-Pfalz-Tipp
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