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    Worms

    Der große und der kleine Hagen

    Bei jedem Spaziergang an der Rheinpromenade werden die Wormser mit dem Hagendenkmal daran erinnert, dass der Goldschatz, den Hagen von Tronje der Sage nach im Rhein versenkt haben soll, immer noch nicht gefunden wurde. Im Nibelungenlied hat Hagen gute Gründe, den Schatz zu versenken, den Siegfried Kriemhild schenkte. Denn nach dem Tod Siegfrieds benutzt Kriemhild den Schatz, um fremde Helden an den Hof zu locken.

    Foto: Rheinland-Pfalz

    Der Stifter des Denkmals war der Wormser Lederfabrikant und Mäzen Cornelius Wilhelm von Heyl zu Herrnsheim. Der Bildhauer Johannes Hirt wurde mit der Gestaltung beauftragt. Das Hagendenkmal stand nicht immer an der Rheinpromenade, sondern von 1905 bis 1932 im Wormser Stadtpark. Erst seit 1932 steht es am Rhein auf dem Sockel eines ehemaligen städtischen Rheinkrans. So kann auch von jedem vorüberfahrenden Schiff gesehen werden, dass hier in der Nähe der Nibelungenschatz versenkt wurde.

    Bevor die Galvanoplastik hergestellt werden konnte, wurde ein Modell, sozusagen ein kleiner Hagen gefertigt. Doch wo ist das rund 30 Zentimeter große Modell geblieben? Erst in den 1980er Jahren wurde er beim „Mannheimer Ruderverein Amicitia“ von einem Wormser gesichtet, der den kleinen Hagen sofort wiedererkannte. So stellte sich heraus, dass die Stadt Worms für die erste Wormser-Ruder-Regatta am 14. Juni 1914 einen ganz besonderen Pokal als Ehrenpreis stiftete, nämlich das Modell des Hagenstandbildes.

    Im Wormser Nibelungenmuseum wird die uralte Sage mit moderner Multimedia-Technologie als „begehbares Hörbuch“ inszeniert. Nur wenige Gehminuten vom Marktplatz entfernt und auf „halbem Weg“ zur Rheinpromenade hat sich das Museum ganz und gar dem Nibelungenlied und der nordischen Sagenwelt verschrieben. Mit dem Audioguide geht es auf Entdeckungsreise durch eine der berühmtesten Geschichten der Weltliteratur im Sehturm, Hörturm und im Wehrgang der alten Stadtmauer. Zum Schluss geht es hinab ins Mythenlabor. Das Nibelungenmuseum hat dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5,50 und für Kinder und Jugendliche 3,50 Euro.

    Informationen: Nibelungenmuseum, Fischerpförtchen 10, Worms, Telefon 06241/853 41 20. Weitere Ausflugstipps gibt es im Internet unter der Adresse  www.gastlandschaften.de/rheinhessen.

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