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Lesbos/Reckenroth

Reckenrother Fotografin auf Lesbos: Dem Leid der Kinder ein Gesicht geben

Von Karin Kring
Mehr als 8800 Kinder leben zurzeit im Flüchtlingscamp Moria auf der Insel Lesbos. Viele haben verlernt zu lachen, zu sprechen, zu essen.
Mehr als 8800 Kinder leben zurzeit im Flüchtlingscamp Moria auf der Insel Lesbos. Viele haben verlernt zu lachen, zu sprechen, zu essen. Foto: Alea Horst

Eine Mutter hat es ihr erzählt: Die Kinder spielen nicht mehr, sie essen nicht mehr. Sie verlernen zu reden und zu laufen, Freude zu finden. Im Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos leben Tausende Kinder. „Wo soll ich anfangen?“, fragt sich Alea Horst, die Fotografin aus Reckenroth, die mit ihrer Kamera dorthin gereist ist, um der Welt zu zeigen, wie es den Menschen dort geht, unter welchen Umständen sie leben, warten und hoffen. „So darf niemand leben!“, sagt Alea unserer Zeitung. Sie schildert, was sie dort erlebt.

Lesezeit: 6 Minuten
Tag eins auf Lesbos „Heute habe ich mir vorsichtig ein Bild von der Lage im Camp Moria gemacht. Wo soll ich anfangen? Das große Camp Moria ist VOLLER KINDER! Es ist nass, kalt und unfassbar dreckig. Die Kinder leben in Moria unter unmöglichen Umständen. Die Zelte sind alle feucht, in der ...