Plus
Reckenroth

Auf das Leid auf Lesbos aufmerksam machen: Fotografin aus Reckenroth schickt personalisierten Bildband an Kanzlerin Merkel

Von Karin Kring
Mitten ins Herz treffen sollen ihre Bilder die Politiker: Alea Horst hat das Leid der Kinder in Flüchtlingslagern auf der Insel Lesbos dokumentiert und drei exklusive Bildbände gestaltet. Von Katzenelnbogen aus gingen sie per Post an Angela Merkel, Horst Seehofer und Ursula von der Leyen.
Mitten ins Herz treffen sollen ihre Bilder die Politiker: Alea Horst hat das Leid der Kinder in Flüchtlingslagern auf der Insel Lesbos dokumentiert und drei exklusive Bildbände gestaltet. Von Katzenelnbogen aus gingen sie per Post an Angela Merkel, Horst Seehofer und Ursula von der Leyen. Foto: privat/Alea Horst

Alea Horst, die freie Fotografin aus Reckenroth, dokumentiert bereits seit längerer Zeit das Leid der Menschen, der Kinder, die im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos leben müssen. Und sie fragt sich, wissen die Politiker, die die Entscheidungen über deren Schicksal treffen, eigentlich, wie es dort aussieht, wie die Kinder dort leben müssen? Alea will es mit ihren Bildern zeigen. Der ganzen Welt und vor allem denen, die entscheiden: Kanzlerin Angela Merkel, Innenminister Horst Seehofer und Ursula von der Leyen, der Vorsitzenden der Europäischen Kommission. Diesen drei Personen schickt sie jetzt ein ganz besonders Buch.

Lesezeit: 4 Minuten
„In den letzten Wochen habe ich an einem exklusiven Bildband gearbeitet. Auf drei Exemplare limitiert, gelayoutet auf mattem High-End Papier mit Layflat Bindung in 28 mal 28 Zentimeter, kamen die kostbaren Ergebnisse die Tage bei mir an“, berichtet sie. Die Cover sind individualisiert für die Empfänger dieses einzigartigen und hochwertigen Bildbandes. ...
Möchten Sie diesen Artikel lesen?
Wählen Sie hier Ihren Zugang
  • 4 Wochen für nur 99 Cent testen
  • ab dem zweiten Monat 9,99 €
  • Zugriff auf alle Artikel
  • Newsletter, Podcasts und Videos
  • keine Mindestlaufzeit
  • monatlich kündbar
E-Paper und
  • 4 Wochen gratis testen
  • ab dem zweiten Monat 37,- €
  • Zugriff auf das E-Paper
  • Zugriff auf tausende Artikel
  • Newsletter, Podcasts und Videos
  • keine Mindestlaufzeit
  • monatlich kündbar
Bereits Abonnent?

Fragen? Wir helfen gerne weiter:
Telefonisch unter 0261/9836-2000 oder per E-Mail an: aboservice@rhein-zeitung.net

Oder finden Sie hier das passende Abo.

Anzeige

Offener Brief an Kanzlerin Merkel: Flüchtlingen helfen

In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel macht das evangelische Dekanat Nassauer Land auf die menschenunwürdigen Zustände in Flüchtlingslagern in Griechenland und an der Grenze zu Bosnien aufmerksam und fordert von der Kanzlerin, sich stärker für ein sofortiges Ende der unmenschlichen Lebensbedingungen in den Lagern einzusetzen.

Die Zustände dort erfüllten nicht einmal europäische Gesetze zum Tierschutz. „Die humanitäre Katastrophe an Europas Grenzen muss beendet werden“, heißt es in dem von der Vorsitzenden der Synode Anja Beeres und Dekanin Renate Weigel unterzeichneten Schreiben und fordert in Großbuchstaben: „Bitte handeln Sie jetzt!“

„In der Passionszeit steht uns das unschuldige Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz vor Augen. Gott steht an der Seite von Menschen in Not“, heißt es in dem Brief und weiter: „Wir können und wollen das unschuldige Leiden und Sterben an den EU-Außengrenzen als Christinnen und Christen nicht länger ertragen und fordern Sie auf, mit aller Kraft einzuschreiten.“

Insbesondere die bewegenden Bilder von Fotografin Alea Horst und die Schilderungen der Initiative „Wir machen mit“ hätten den Dekanatssynodalvorstand (DSV) und die Menschen in den Gemeinden erschüttert. Die Langenscheider Pfarrerin Kerstin Janott hatte einen entsprechenden Antrag für das Schreiben im Gremium gestellt, der einstimmig angenommen wurde.

Die Berichte seien nur die Schlaglichter einer unhaltbaren Situation. Es brauche eine „Soforthilfe für die Menschen vor Ort, die unter unwürdigen Bedingungen ohne Hoffnung auf Besserung leben müssen“. Die akute Nothilfe werde von zivilgesellschaftlichen und auch kirchlichen Organisationen sowohl gefordert als auch mitgetragen, „auch in unserem Dekanat durch Spenden und Aktionen wie etwa die Unterstützung der Initiative ,Wir machen mit´, die sich um die Verbesserung der Lage von Menschen im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos bemüht“.

Zum anderen müssten nachhaltigere politische Lösungen vorangetrieben werden. „Hilfe ist politisch sowohl JETZT als auch mit langfristiger Perspektive notwendig“, heißt es in dem Brief, der auch politischen Mandatsträgern aus dem Rhein-Lahn-Kreis zugesandt wurde. „Das Problem, dass Menschen in ihrer Heimat nicht sicher leben können und deshalb eine neue Heimat suchen müssen, kann nicht länger auf andere Länder abgewälzt werden.“

Konkret fordert der DSV außerdem, Bundesländern, die bereit sind, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, als es die derzeitige Kontingentierung vorsieht, dies zu ermöglichen. Bislang blockiere das Bundesinnenministerium ein solches Vorgehen. „Wirken Sie auf das Bundesinnenministerium ein, die Blockadehaltung aufzugeben!“, heißt es in dem Schreiben. Bundesländer könnten so auf direktem Wege Menschen in Not helfen. Umfassender ist der Appell, auch auf europäischer Ebene auf eine Lösung und eine menschenfreundliche Gestaltung der Asyl- und Migrationspolitik einzuwirken.

Meistgelesene Artikel