Limburg

Zuwendung aus dem Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“: Limburg erhält 250.000 Euro

Eine hübsche Summe: 250.000 Euro erhält die Stadt Limburg vom Land. Die Zuwendung stammt aus dem Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“, das wiederum aus Mitteln des Neuen Hessenplans besteht, den die Landesregierung zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie aufgelegt und mit rund einer Milliarde Euro ausgestattet hat.

So könnte der Schlossgarten mit Weinberg einmal aussehen. Die Planung der Neugestaltung sowie die Anlage des Bürgerweinbergs sind Bestandteil der Bewerbung der Stadt im Rahmen des Programms „Zukunft Innenstadt“.
So könnte der Schlossgarten mit Weinberg einmal aussehen. Die Planung der Neugestaltung sowie die Anlage des Bürgerweinbergs sind Bestandteil der Bewerbung der Stadt im Rahmen des Programms „Zukunft Innenstadt“.
Foto: Illustration: Stadt Limburg

Das Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ umfasst zunächst 27 Millionen Euro, ursprünglich waren dafür zwölf Millionen Euro vorgesehen. „Wir freuen uns natürlich darüber, dass wir als Stadt Limburg in dem Förderprogramm berücksichtigt werden und damit 250.000 Euro erhalten, die wir zur Stärkung der Innenstadt investieren können“, verdeutlicht Bürgermeister Dr. Marius Hahn.

Er zeigt sich davon überzeugt, dass die Fördergelder des Landes sinnvoll eingesetzt werden, um die Attraktivität der Innenstadt zu stärken. Hahn findet es schade, dass es die Stadt mit ihrem eingereichten Konzept zur Neugestaltung des Schlossgartens nicht in die ersten Ränge für den Kommunalpreis geschafft hat, dort sind noch einmal deutlich höhere Preis- beziehungsweise Fördergelder bewilligt worden: eine Million, 750.000 und 500.000 Euro. Allerdings war die Konkurrenz groß, 73 Kommunen hatten dazu eine Interessenbekundung abgegeben. Offenbach, Rüsselsheim und Eschwege sind die Preisträger-Kommunen.

Für das sogenannte Innenstadtbudget innerhalb des Förderprogramms gingen bis Ende Juni 176 Interessenbekundungen im Hessischen Wirtschaftsministerium ein. 110 Städte und Gemeinden wurden dann von einer Jury ausgewählt und mit Fördergeldern bedacht, wobei die maximale Förderung bei 250.000 Euro liegt.

„Ob in großen Städten oder kleinen Gemeinden – kreative und innovative Ideen und auch der Mut zum Experiment sind essenziell, um unsere Innenstädte und Stadtzentren als lebendige Orte zu erhalten oder sie wieder zu solchen zu machen“, erklärt dazu Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Mit dem Förderprogramm soll es gelingen, die Innenstädte, die wegen der Veränderungen der Handelsstrukturen schon vor der Pandemie in Schwierigkeiten waren, zu stärken.

Die Stadt Limburg hatte sich für das Förderprogramm mit Vorhaben in einem Finanzvolumen von rund 440.000 Euro beworben. Darin enthalten sind die Planungskosten für den Schlossgarten, die Umsetzung des Bürgerweinbergs im Schlossgarten, die Anschaffung einer mobilen Bühne, der Ankauf von Mobiliar zur Belebung der Innenstadt sowie Pflanzmaßnahmen mit Durchgrünung der Innenstadt, eine gezielte Anmietung von gewerblichen Immobilien sowie Ausgaben zur Pacht von mobilen Getränke- und Toilettenwagen.

„Wir werden dies nicht alles ganz so umsetzen können, wie das im vorgeschlagenen Konzept vorgesehen ist, dafür reicht der Förderbetrag nicht aus. Was wir umsetzen und wie wir die einzelnen Vorhaben auf die Beine stellen, werden wir in den kommenden Tagen und Wochen beraten“, macht der Bürgermeister deutlich. Das Ziel einer attraktiveren Innenstadt mit mehr Grün- und Freiflächen, Verweilzonen und Sitzmöglichkeiten soll dabei verfolgt werden, ebenso jedoch auch eine Unterstützung der Gastronomie.

Mit der Gestaltung des Schlossgartens hatte sich die Stadt zudem um den Kommunalpreis beworben. Allerdings konnte sich die Stadt dabei nicht platzieren, Offenbach mit der „Station Mitte“ rund um die neue Stadtbibliothek als zentralem Treffpunkt für die Stadtgesellschaft, die Stadt Rüsselsheim mit ihrem innovativ und modellhaft angelegten Begegnungskonzept in der Innenstadt sowie Eschwege mit seinem „Reallabor für soziale Innovation“ wurden von der Jury ausgewählt.