Archivierter Artikel vom 17.08.2022, 06:00 Uhr
Diez

Umsichtiges Verhalten gefragt: VG Diez gibt Tipps gegen akute Waldbrandgefahr

In Anbetracht der anhaltenden Trockenheit bei hohen Temperaturen besteht zurzeit auch in der VG Diez erhöhte Waldbrandgefahr. Über 90 Prozent der Waldbrände in Mitteleuropa sind auf menschliches Handeln oder Fehlverhalten zurückzuführen.

Die Ursachen reichen von der sorglos weggeworfenen Zigarettenkippe über die Selbstentzündung, das Abstellen von Fahrzeugen mit heißen Katalysatoren über brennbarem Untergrund bis z

Die Gefahr eines Waldbrands ist derzeit auch in den Wäldern der Verbandsgemeinde Diez groß.  Foto: privat
Die Gefahr eines Waldbrands ist derzeit auch in den Wäldern der Verbandsgemeinde Diez groß.
Foto: privat
ur Fahrlässigkeit im Umgang mit offenem Feuer und zur Brandstiftung. Letztere ist die häufigste bekannte Waldbrandursache. Im Übrigen besteht im Wald ein absolutes Rauchverbot nach Paragraf 24 Absatz 4 Landeswaldgesetz.

Die VG Diez rät: „Bitte verhalten Sie sich zurzeit äußerst umsichtig.“ Es soll kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe, außer an ausgewiesenen Plätzen (wie etwa in Grillhütten nach vorheriger Genehmigung) geben.

Man sollte nicht rauchen und keine Zigarettenreste wegwerfen. Dies gilt auch für die Autofahrt innerhalb oder entlang eines Waldes. Es dürfen keine Glasabfälle liegen gelassen werden, sie könnten bei Sonnenbestrahlung als Brennglas wirken. Man sollte nicht mit dem Fahrzeug über entzündlichem Untergrund parken. Der Katalysator eines Kraftfahrzeugs erhitzt sich stark und kann einen Brand auslösen.

„Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkflächen“, lautet der Rat der VG Diez in einer Pressemitteilung. Gegenüber Feuerwehr oder Polizei sollten möglichst genaue Ortsangaben gemach werden, wo es brennt. In Waldgebieten ausgewiesene Notfallpunkte sind mit einer eindeutigen Identifikationsnummer versehen und sind den Rettungsdiensten bekannt (ähnlich einer Notrufsäule an Autobahnen).

Ist dies nicht möglich, sollen markante Geländepunkte beschrieben werden, wie zum Beispiel ein außergewöhnlicher Baum, eine Waldwiese oder Felsen. Es sollten auch Angaben gemacht werden, ob es sich um ein Bodenfeuer oder Vollfeuer handelt und ob man es mit einem Nadel-, Laub- oder Mischwald zu tun hat und ob starker Wind herrscht.

Wichtig sind außerdem Angaben, ob Personen oder Häuser und andere Einrichtungen gefährdet sind. Die Ortsangabe, von der aus der Brand gemeldet, kann wichtig für die Orientierung der Feuerwehr sein. Wenn möglich, sollte der Hinweisegeber auf die Einsatzkräfte warten, um sie vor Ort einweisen zu können. red