Limburg

Neue Geschwindigkeitsmessanlage: Stadt Limburg blitzt nun „semistationär“

Drei Tage Schulung stehen für das Team des Ordnungsamtes an, das künftig mit einem neuen mobilen Gerät zur Geschwindigkeitsüberwachung in Limburg unterwegs sein wird. Der erste Einsatz ist schon geplant: am späten Freitagabend, 30. April, in der Mainzer Straße in Linter.

Eine mehrtägige Schulung gab es für das Team des Limburger Ordnungsamts vor dem ersten Einsatz der neuen Tempomessanlage.
Eine mehrtägige Schulung gab es für das Team des Limburger Ordnungsamts vor dem ersten Einsatz der neuen Tempomessanlage.
Foto: Stadt Limburg

Mehr Sicherheit auf den Straßen, das ist das Ziel des Ersten Stadtrats Michael Stanke und des Ordnungsamts. Erreicht werden soll dies unter anderem mit dem Einsatz einer neuen mobilen Anlage, einer sogenannten semistationären Tempomessanlage. 161.000 Euro hat die Anschaffung gekostet, im November vergangenen Jahres setzte der Magistrat mit dem Kauf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung um.

Die Anlage besteht aus einem Messanhänger und vereint die Vorteile eines fest installierten Blitzers und einer mobilen Messanlage. Wie ein fester Blitzer arbeitet der Messanhänger autonom, es muss also nicht immer ein Hilfspolizeibeamter vor Ort sein und den Vorgang überwachen. Das war bei der bisher eingesetzten mobilen Anlage der Stadt jedoch notwendig.

Gleichzeitig kann der Anhänger mit einem Kraftfahrzeug gezogen werden, um an einer anderen Stelle Messungen vorzunehmen. Vier Hilfspolizeibeamte des Ordnungsamts werden von einem Mitarbeiter des Herstellers auf das Gerät eingearbeitet. Drei Tage Schulung sind angesetzt, um zunächst in der Theorie und anschließend in der Praxis mit der Technik und der Anwendung vertraut zu machen.

Von außen ist nur ein Blech-/Stahlgehäuse zu sehen, darunter verbirgt sich jedoch modernste Messtechnik. Denn die muss Ergebnisse liefern, die auch Einsprüchen und Klagen von Autofahrern standhält, die beim zu schnellen Fahren erwischt worden sind, gegen eine damit verbundene Ahndung jedoch vorgehen.

Vorrangiges Ziel ist es, mit dem Gerät die Geschwindigkeitskontrollen zu verstärken und damit nachhaltig zu erreichen, dass sich Fahrer an Tempolimits halten. „Wenn sich mehr Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, wird die Sicherheit auf den Straßen zunehmen“, erklärt Stanke. Gleichzeitig geht es bei der Kontrolle des Verkehrs aber auch um Lärmschutz, denn schnelle Fahrten führen zu steigenden Fahr- und Motorgeräuschen.

Immer wieder werden die Kontrollen von Bürgern eingefordert, die sich über massive Belästigungen und Gefährdungen beschweren. Mit der neuen Anlage nimmt die Stadt ihre regelmäßigen Kontrollen wieder verstärkt auf, die nach einem Defekt der vorhandenen mobilen Anlage unterbrochen worden waren.