Archivierter Artikel vom 25.07.2021, 18:30 Uhr
Holzheim

Holzheimer zeigen gelebte Solidarität: Von der Aar an die Ahr

Nach dem Hochwasser packen Helfer aus ganz Deutschland an. Auch aus Holzheim ist am vergangenen Samstagmorgen ein Konvoi, bestehend aus rund zehn Personen, vier Lkw, einem Tieflader mit einem Schaufelbagger und dem Straßensäuberungs-Lkw der Firma Schaefer-Kalk aus der Aargemeinde in Richtung Schuld gestartet, einem der am schlimmsten verwüsteten Eifelorte an der Ahr.

Auf einer Wiese neben der Straße Ober den Erlen fuhren die ersten Helfer bereits am Freitagabend die ersten Kfz auf. Die restlichen Fahrzeuge kamen dann am Samstag frühmorgens hinzu.  Foto: Kahl
Auf einer Wiese neben der Straße Ober den Erlen fuhren die ersten Helfer bereits am Freitagabend die ersten Kfz auf. Die restlichen Fahrzeuge kamen dann am Samstag frühmorgens hinzu.
Foto: Kahl

Alexander Ettlich, der bereits am Samstag zuvor als Lkw-Fahrer seiner Firma in Bad Bodendorf Hilfe leistete, sprach nach seiner Rückkehr den Holzheimer Gemeinderat an, ob solch eine Hilfe nicht auch aus Holzheim möglich wäre.

Schnell, unbürokratisch und vor allem solidarisch war bereits Mitte der Woche der Konvoi zusammengestellt, der sich am Samstag um 5 Uhr in Bewegung setzte. Neben dem Kehr-Lkw der Firma Schaefer-Kalk stellten die Unternehmen Winkler (Aull), Matzkeit (Diez-Limburg) und Wennheller (Gutenacker) Fahrzeuge, Gerätschaften und Treibstoff zur Verfügung.

Die Bäckerei Lieber aus Niederneisen lieferte zur Abfahrt Backwaren für die Helfer und zudem ein Riesenpaket für die Betroffenen in Schuld. Holzheims Bürgermeister Werner Dittmar, der den freiwilligen Helfern bereits am Freitagabend „eine gesunde Rückkehr“ wünschte, informierte Alexander Ettlich, dass die Gemeinde prüfe, ob die im Ort üblichen Weihnachtsgaben in diesem Jahr ausfallen sollten und diese Gelder den Betroffenen in den Katastrophengebieten zur Verfügung gestellt werden können.

Ettlich informierte unsere Zeitung, dass der Hilfstrupp nicht aufs Geratewohl nach Schuld gefahren ist. „Ich hatte am Samstag zuvor bereits Kontakte geknüpft und einen Ansprechpartner in Schuld“ so Ettlich, der zudem appellierte, dass die jetzige Hilfsbereitschaft auch in den nächsten Wochen und Monate nicht abebben dürfe. Ettlich: „Die Menschen in den betroffenen Gebieten werden noch lange auf Unterstützung angewiesen sein.“