Archivierter Artikel vom 29.11.2017, 14:42 Uhr
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Ein Liedermacher, der keiner sein konnte

Seitdem er 14 ist, schreibt Andreas Riedel Texte, mal auf Deutsch, mal auf Englisch, komponiert Melodien, mal fröhlich, mal traurig. Innerhalb weniger Jahre sind so Hunderte Songs entstanden. Doch sie alle produzierte der junge Mann vielmehr für sich selbst als fürs Publikum, und sie alle landeten in einer Schublade. „Damals hatte ich kein Selbstwertgefühl“, weiß er heute. Irgendwann kam aber der Schnitt: „Ich mach mein Ding!“, sagte Andreas Riedel zu sich selbst. Plötzlich hatte er den Mumm, seine Lieder vor Publikum zu spielen. „Entweder gefällt es einem oder nicht“, dachte er sich. Das war im Jahr 2012. Zu einer schweren Zeit, wie der heute 52-Jährige sagt. Als es ihm nicht so gut ging. Mehr möchte er nicht erzählen. „Jedenfalls war es ein Auftritt, der eigentlich gar keiner war.“ Andi, wie ihn alle nennen, spielte für sich selbst in einem Saal. Mehr und mehr Leute gesellten sich zu ihm, lauschten seiner Musik.

Von Sabrina Rödder Lesezeit: 3 Minuten