Archivierter Artikel vom 10.04.2021, 17:15 Uhr
Limburg-Weilburg

Dokument kann für jeden wichtig sein: Neuer Notfallausweis des Kreises Limburg-Weilburg

Es gibt sie schon in unterschiedlichster Form von Krankenkassen und Patientenverbänden – mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen und Inhalten. Ziel des Kreisseniorenbeirates ist es nun gewesen „für möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner des Kreises möglichst viele Informationen gebündelt und übersichtlich auf möglichst kleinem Platz unterzubringen“. Denn: „Wir wollen ja auch, dass das Dokument wirklich immer mitgeführt werden kann“, fasst es Bernd Michel vom Vorstand des Kreisseniorenbeirates zusammen.

So sieht der neue Notfallausweis aus.
So sieht der neue Notfallausweis aus.
Foto: Kreisverwaltung
Ein Notfallausweis ist ein Dokument, in dem einerseits für die medizinische Behandlung wichtige oder sogar lebenswichtige Informationen und andererseits auch relevante Kontaktdaten festgehalten werden. Er richtet sich längst nicht nur an Senioren, denn ob Schlaganfall oder Verkehrsunfall: Jede und jeder kann von der einen Minute auf die andere zum medizinischen Notfall werden.

Ist man dann nicht ansprechbar, ist ein Notfallausweis unter den persönlichen Papieren für Ersthelfende, Ärzte und Rettungsdienste äußerst hilfreich. Anhand des Ausweises können zudem Kontaktpersonen im Handumdrehen benachrichtigt werden. Auch Landrat Michael Köberle begrüßt die Initiative des Kreisseniorenbeirates und schätzt die Vorteile des handlichen Dokuments: „Der ausgefüllte Notfallausweis, der einmal geklappt die Größe einer Scheckkarte hat, sollte stets zusammen mit dem Personalausweis bei sich getragen werden und passt in jede Brieftasche und jedes Portemonnaie.“

In den neuen Notfallausweis des Kreises sind auf der Vorderseite Name und Adresse einzutragen und ein Lichtbild einzukleben. Im Innenteil können neben Hausarzt, Krankenkasse und Personen mit Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht auch Informationen zu Vorerkrankungen, medikamentösen Therapien, Organspende und Blutgruppe eingetragen werden.

Außerdem ist Platz für weitere Informationen, wie zu Allergien oder Impfungen. Auf der Rückseite können zwei Personen mit Adresse und Telefonnummer angegeben werden, die im Notfall zu verständigen sind. „Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Menschen diesen Ausweis nutzen und sich ein wenig Zeit nehmen, um ihn umfassend und deutlich auszufüllen. Dann kann er wirklich Leben retten und gibt ein Gefühl von Sicherheit“, ist sich Frank F. König, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates, sicher. Die kostenfreien Ausweise liegen am Servicepunkt der Kreisverwaltung und in Stadt- und Gemeindeverwaltungen aus.