Diez

Diezer Blühlabyrinth zollt der Trockenheit Tribut: Verein hofft auf nächstes Jahr

„Weniger Sonnenblumen, kaum blau blühende Phacelia, geringere Wuchshöhe, geringere Blütenpracht und teilweise dichter Meldenbewuchs.“ Die vom Verein Blühende Lebensräume Diez angelegten Blühflächen in der Diezer Gemarkung haben sich laut dem Vorsitzenden des Vereins, Ernfried Groh, in diesem Jahr anders entwickelt als im vergangenen Jahr.

Wegen der Trockenheit ist vom Bllühlabyrinth momentan wenig übrig. Foto: Verein Blühende Lebensräume Diez
Wegen der Trockenheit ist vom Bllühlabyrinth momentan wenig übrig.
Foto: Verein Blühende Lebensräume Diez

„Sehr deutlich wird dies beim Blühlabyrinth in der Diersteiner Au, das sich mit seiner Blütenpracht im letzten Jahr zu einem Publikumsmagnet entwickelt hatte“, stellt er in einer Pressemitteilung fest. Im vergangenen Jahr sei es noch eine Augenweide gewesen und ein Platz, um die Natur aus nächster Nähe zu erleben. „In diesem Jahr lässt unser Blühlabyrinth aber viele Wünsche offen – für die Insekten, die Vögel und natürlich auch für die Besucher.“

Und dabei hatten sich die Vereinsmitglieder wieder sehr viel Arbeit gemacht: Der Boden wurde bearbeitet, frisches Saatgut eingebracht, die Wege neu abgesteckt und sogar zweimal Blumensamen nachgesät, um wieder einen bunten Bewuchs wie in 2021 zu erreichen. „Leider hat all das nicht geholfen“, bedauert Groh. „Die Natur wollte es in diesem Jahr anders.“

Dafür haben die Vereinsmitglieder auch gleich mehrere Gründe ausgemacht: Vögel haben vermehrt die frisch ausgesäten Samenkörner gefressen. Das feuchte Frühjahr sorgte wiederum für ein verstärktes Schneckenaufkommen mit entsprechenden Schäden durch Schneckenfraß. Vor allem aber machten das Zusammenwirken von Hitze und Trockenheit den Blühpflanzen zu schaffen. Hinzu kam der Witterung geschuldeter verstärkter Melden- und Distelbewuchs.

Wie aber soll es nun mit dem Blühlabyrinth weitergehen? Für dieses Jahr soll es sich so weiterentwickeln, wie es die Natur ermöglicht. „Und für nächstes Jahr werden wir das Feld neu anlegen und können dann 2023 hoffentlich wieder ein Blühlabyrinth bewundern, das mit dem aus dem Jahr 2021 vergleichbar ist“, hofft Ernfried Groh noch. red