Archivierter Artikel vom 09.01.2017, 14:10 Uhr
Bochum/Hunsrück

Mauss-Prozess: Ex-Staatsminister bestätigt Geheimfonds

Im Steuerprozess gegen Ex-Geheimagent Werner Mauss hat der frühere Staatsminister im Kanzleramt, Bernd Schmidbauer (CDU), bestätigt, dass es eine „internationale Reserve“ für Geheimoperationen gegeben hat.

Bernd Schmidbauer wartet auf seinen Aufruf
Bernd Schmidbauer (CDU) wartet im Landgericht Bochum auf seinen Aufruf.
Foto: Bernd Thissen/Archiv – dpa

Mauss selbst habe seit 1991 allerdings kein Geld mehr von der Bundesrepublik Deutschland erhalten, sagte Schmidbauer am Montag vor dem Landgericht Bochum. Es seien auch keine Verträge mit ihm abgeschlossen worden. Man habe allerdings kooperiert, berichtete Schmidbauer. Wer die Reserve eingerichtet und kontrolliert hat, wisse er nicht.

Die Staatsanwaltschaft wirft Mauss, der seit langem auf dem Hunsrück lebt, Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor. Er selbst behauptet, das es sich bei dem auf Konten in Luxemburg und Panama gelagerten Geld um genau diese Reserve handele, die von ihm treuhänderisch verwaltet werde und deshalb nicht zu versteuern sei.