Archivierter Artikel vom 10.08.2022, 10:00 Uhr
St. Goar

Hansenfest lockte in diesem Jahr mit Streetfood: Umzug durch St. Goar

Wenn am ersten Wochenende im August die Fahnen vieler Nationen auf der Burg Rheinfels in St. Goar auf den Zinnen wehen, dann lädt der Internationale Hansenorden zu St. Goar zum Hansenfest ein. Nach zweijähriger Coronapause feierte nun auch noch das Hansen-Streetfood-Festival in den Rheinanlagen Premiere.

Wenn in St. Goar das Hansenfest begangen wird, wird das gemeinsam mit Komturen aus der Schweiz, den Niederlanden und den USA gefeiert, die auch beim Festumzug mit von der Partie sind.
Wenn in St. Goar das Hansenfest begangen wird, wird das gemeinsam mit Komturen aus der Schweiz, den Niederlanden und den USA gefeiert, die auch beim Festumzug mit von der Partie sind.
Foto: Internationaler Hansenorden

Bereits am Mittwoch wurden die Hansen-Festtage unter Böllerschüssen und Fahnenhissen auf Burg Rheinfels mit anschließendem Festvortrag im Hansensaal eröffnet. Kustos Wolfgang Krammes referierte über „1250 Jahre Stiftskirche zu St. Goar“. Nach der Totenehrung auf dem Friedhof in St. Goar am Freitag tagte der Senat mit den Komturen aus der Schweiz, vom Niederrhein und aus Arizona (USA) mit Bürgermeister Falko Hönisch in der Rheinfelshalle.

Sogenannte Fremdlinge werden mittels Hansung in den Internationalen Hansenorden aufgenommen. Diese wird auch heute noch wie im Mittelalter am Halseisen durchgeführt.
Sogenannte Fremdlinge werden mittels Hansung in den Internationalen Hansenorden aufgenommen. Diese wird auch heute noch wie im Mittelalter am Halseisen durchgeführt.
Foto: Internationaler Hansenorden

Bei gutem Wetter wurde am Nachmittag die Eröffnung des Hansen-Streetfood-Festivals auf dem Festplatz durchgeführt. Eine kulinarische Genussreise erwartete die Besucher. Von ungarischen Spezialitäten über thailändische, mexikanische, afrikanische und niederländische Leckereien war für jeden hungrigen Besucher etwas dabei. Während die Besucher sich von Guter-Laune-Musik von DJ Jonny unterhalten ließen, tagten die Senatoren des Hansenordens.

Nach zweijähriger Corona-Pause feierte das Streetfood-Festival in den Rheinanlagen Premiere.
Nach zweijähriger Corona-Pause feierte das Streetfood-Festival in den Rheinanlagen Premiere.
Foto: Internationaler Hansenorden

Am Samstag lud die Hansenfamilie zur Schifffahrt auf dem Rhein ein. Bei schönstem Wetter und guten Gesprächen konnte die Hansenfamilie eine schöne Zeit verbringen. Nach der Schifffahrt ging es für die Mitglieder des Internationalen Hansenordens zum Konvent auf die Ordensburg. Hansenmeister Marcus Fries begrüßte die Mitglieder und leitete die gut besuchte Mitgliederversammlung.

In diesem Jahr fanden zahlreiche Ehrungen langjähriger Mitglieder statt und die Wahl des Ordensrates stand auf der Tagesordnung. Neben der Vorstandswahl lief das für den Konvent übliche formale Programm ab. Berichte des Vorstands, der Komturen, der Kommenden, der Kassenbericht und der Bericht des Kassenprüfers, der keine Beanstandungen an der Kassenführung hatte und empfahl, den Kassenbericht anzunehmen. Mit entsprechend großer Mehrheit wurden im Anschluss der alte Vorstand und der Kassenprüfer entlastet.

Marcus Fries wurde von der Versammlung für weitere fünf Jahre zum Hansenmeister gewählt. Zu seinen Stellvertretern wurden Volker Kahl und Thomas Hein vom Konvent gewählt. Die vom Hansenmeister berufenen Mitglieder des Ordensrates wurden vom Konvent bestätigt. Hansenmeister Fries bedankte sich bei den ausgeschiedenen Ordensratsmitgliedern Stefan Poths und Michael Philipps für die von ihnen geleistete ehrenamtliche Tätigkeit im Orden.

Während die Besucher sich von Guter-Laune-Musik unterhalten ließen, tagten die Senatoren des Hansenordens.
Während die Besucher sich von Guter-Laune-Musik unterhalten ließen, tagten die Senatoren des Hansenordens.
Foto: Internationaler Hansenorden

Nach dem Konvent ging es auf dem Festplatz mit den Hansungen weiter. Nach alter Tradition wurden die Hansungen am Halseisen vorgenommen, drei Fremdlinge (der Bürgermeister der Loreleystadt, Nico Busch, Klaus Hüttemann und Diego Aruvaino) traten an das Halseisen und im Anschluss klang der Tag in geselliger Runde aus.

Nach alter Tradition wurden die Hansungen am Halseisen vorgenommen.
Nach alter Tradition wurden die Hansungen am Halseisen vorgenommen.
Foto: Internationaler Hansenorden

Der Sonntag begann mit dem ökumenischen Gottesdienst in der Stiftskirche. Im Anschluss stellte Zeremonienmeister Detlef Kahl die Zugteilnehmer vor, befreundete Vereine und Majestäten aus nah und fern und führten den Festumzug durch St. Goar an. Zeitgleich waren die Foodtrucks wieder startklar und freuten sich auf zahlreiche hungrige Besucher.

Weitere Fremdlinge (der Ortsvorsteher von St.Goar-Biebernheim, Edmund Müller-Abele, DJ Jonny Kotzsche und die Bopparder Weinhoheit Felix Kahl) konnten nach dem Umzug nach alter Tradition in den Orden aufgenommen werden. Der Musikverein St. Goar unterhielt nach den Hansungen die Besucher mit einem Platzkonzert.

Zum Abschluss der Hansen-Festtage traf man sich am Montag im Rebstock Garden in St. Goar zum traditionellen Frühschoppen bei Erbsensuppe mit Würstchen. Bei strahlendem Sonnenschein konnte die Hansenfamilie zum Abschluss nochmals gesellig zusammensitzen. Der Ordensrat bedankte sich bei allen Helfern und Besuchern. red