Bad Kreuznach

Heinrich lenkt ein „im Interesse der Bürger“: Kreuznacher Müll wird abgeholt

Dieses Einlenken entschärft den Müll-Streit zwischen Stadt und Kreis Bad Kreuznach: Wolfgang Heinrich (SPD), Bürgermeister der Stadt, hat den städtischen Bauhof am Samstag angewiesen, liegen gebliebenen Unrat im Stadtgebiet „im Interesse der Bürger“ abzuholen. Das geht aus einem Schriftverkehr hervor, der unserer Zeitung vorliegt.

Nicht nur am Kastanienweg, auch an Bad Kreuznachs Van-Recum-Straße sammelt sich Müll, und das schon seit 31. Dezember, berichtet uns Anwohnerin Claudia Steffen. Sie findet: „Das ist eine Zumutung für die Kurstadt.“ Foto: Claudia Steffen
Nicht nur am Kastanienweg, auch an Bad Kreuznachs Van-Recum-Straße sammelt sich Müll, und das schon seit 31. Dezember, berichtet uns Anwohnerin Claudia Steffen. Sie findet: „Das ist eine Zumutung für die Kurstadt.“
Foto: Claudia Steffen

Außerdem: Die eigens eingerichtete Abfall-„Task Force“ soll die Ablagerungen dokumentieren, um Beweise für die unzureichende Mülltonnenzahl und die Versäumnisse des Kreis-Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) zu sammeln, ordnet Heinrich (sinngemäß) an.

Der Streit zwischen Stadt und Kreis über die Zuständigkeiten im Zuge der AWB-Kommunalisierung war am Freitag erneut hochgekocht, nachdem die Stadt den Kreis und dessen Abfalldezernenten Hans-Dirk Nies (SPD) in einer Pressemitteilung angegriffen hatte: „Der Kreis wollte den Müll – nun hat er ihn!“ Nies hatte sich daraufhin verteidigt: Egal, um welche illegalen Müllablagerungen es sich im Stadtgebiet handele: „Für deren Beseitigung ist die Stadt zuständig.“ mz/ce