Archivierter Artikel vom 27.02.2020, 11:35 Uhr

Sorge um Touristen

Vatikan lässt Katakomben wegen Corona-Ausbruch schließen

Wegen der Coronavirus-Krise in Norditalien sind in den betroffenen Gebieten zahlreiche Kunst- und Kulturstätten für Besucher geschlossen. Auch der Vatikan ergreift nun weitreichende Maßnahmen.

Archäologisches Amt
Vatikan
Der Vatikan reagiert auf den Coronavirus-Ausbruch in Norditalien und lässt landesweit die christlichen katakomben schließen.
Foto: Andrew Medichini/AP/dpa

Rom (dpa). Die für Archäologie zuständige Stelle im Vatikan
teilte mit, dass die christlichen Katakomben landesweit
wegen des Sars-CoV-2-Ausbruchs für Besucher zunächst geschlossen
blieben.

Die unterirdischen Grabstätten gibt es unter anderem in Rom und
Umgebung, auf Sizilien und in der Toskana. Sie sind bei Touristen
sehr beliebt. Als Grund für die Schließung wurde angeführt, dass
Feuchtigkeit und die schlechte Belüftung für die Gesundheit von
Besuchern zur Gefahr werden könnten.

Mehrere Diözesen im Norden des Landes, wo die meisten
Infizierten registriert sind, etwa Mailand, Venedig und Padua, haben
zunächst die Gottesdienste ausgesetzt. In manchen Kirchen wurden
Weihwasserbecken geleert, in das Gläubige oft ihre Fingerspitzen
tauchen, um sich zu bekreuzigen.

Webseite römische Katakombe

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