Analysen zeigen

USA-Roadtrips gehen gerade besonders ins Geld

Von den Metropolen, Nationalparks und Küsten der USA konnten Reiselustige wegen Corona anderthalb Jahre lang nur träumen. Nun darf wieder gereist werden – wenn man die nötigen Dollars hat.

Auf Roadtrip durch die USA
Unterwegs im Valley of Fire State Park in Nevada. Wer eine USA-Tour plant, muss derzeit für Mietwagen, aber auch für Wohnmobile, deutlich mehr zahlen als noch 2019.
Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) – Vollständig Geimpfte dürfen vom 8. November an wieder als Touristen in die USA einreisen. Allerdings hat die Corona-Pandemie auch auf der anderen Seite des Atlantiks mehr oder weniger deutliche Spuren im Preisgefüge hinterlassen.

Das hat eine Angebotsanalyse der Portale „Billiger-Mietwagen.de“, „CamperDays“ und „Holidu“ ergeben. Demnach gehen in den USA nun insbesondere Roadtrips mit Mietwagen und Wohnmobilen ins Geld.

So zahlen USA-Touristen für Mietwagenbuchungen aktuell deutlich mehr als noch vor zwei Jahren. Eine Last-Minute-Buchung für Dezember kostet der Analyse zufolge durchschnittlich 67 Euro pro Miettag – 46 Prozent mehr als noch im Dezember 2019. Ursächlich dafür sei eine Angebotsverknappung wegen der Verkleinerung der Mietwagenflotten während der Pandemie, heißt es in der Analyse.

Auch im Sommer noch teuer

Zugleich versuchten die Anbieter, entgangene Einnahmen zu kompensieren. Beide Effekte würden Mietwagen-Buchungen in den USA Stand jetzt auch noch für Juli und August 2022 deutlich teurer als im Vergleichszeitraum 2019 machen, nämlich um 25 beziehungsweise 37 Prozent.

Von Preissteigerungen betroffen sind auch die bei USA-Reisenden beliebten Wohnmobile. Wer jetzt für den Dezember bucht, zahlt für einen Camper im Schnitt 123 Euro pro Tag und damit den Angaben zufolge 40 Prozent mehr als noch vor der Pandemie im Dezember 2019.

Die Preisanstiege für aktuelle Buchungen mit Reiseterminen im Juli oder August 2022 werden im Vergleich noch mit 24 beziehungsweise 30 Prozent beziffert. Auch hier nennt die Analyse geschrumpfte Flotten auf Seiten der Anbieter, aber auch gedrosselte Produktionskapazitäten bei den Herstellern der Camper als Gründe für die Preissteigerungen.

Unterkünfte sind keine Preistreiber

„Entwarnung“ gibt es immerhin bei den Kosten für USA-Unterkünfte, die derzeit gebucht werden: Bei Ferienhäusern und Apartments stellt die Angebotsanalyse im Vergleich zu 2019 nur um durchschnittlich 3 Prozent gestiegene Preise fest.

Egal ob Unterkunft, Mietwagen oder Wohnmobil: Der Verbraucherzentrale Bundesverband rät grundsätzlich, immer verschiedene Vergleichsportale zu nutzen, bevor man sich für ein Angebot entscheidet. Es könne durchaus Unterschiede zwischen verschiedenen Portalen geben. Ein weiterer Tipp der Verbraucherschützer: Angebote, Preise und Vertragsbedingungen ruhig auch auf den Seiten der Anbieter selbst prüfen. Manchmal könne das günstiger sein.

USA-Mietwagensuchen bieten etwa auch „Check24“, „Mietwagen-Check.de“ oder „Sunny Cars“ an. USA-Wohnmobilmieten gibt es zudem auch bei „Campanda“, „FTI-Campermarkt.de“ oder „Tuicamper.com“. Mit einer Metasuche für weltweite Ferienunterkünfte ist etwa auch „Hometogo“ auf dem Markt vertreten.

© dpa-infocom, dpa:211103-99-852536/4

Tipps der Verbraucherzentralen