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Was gilt für Entschädigungen bei verspäteten Zubringerflug?

Wer wegen eines verspäteten Zubringerflugs den Anschlussflug verpasst, hat den Schaden. Doch wer kommt für eine Entschädigung auf, wenn die Flüge von zwei verschiedenen Airlines ausgeführt wurden?

Urteil aus Darmstadt
Verkauft eine Airline eine Reise mit Zubringerflug, muss sie Kunden entschädigen, die wegen einer Flugverspätung ihren Anschlussflug verpassen. So urteilte das Landgericht Darmstadt.
Foto: Uli Deck/dp – dpa

Darmstadt (dpa/tmn) – Ein Urlauber bucht bei einer Airline eine Flugreise von Leipzig über Frankfurt nach Havanna. Der innerdeutsche Zubringer wird von einer anderen Gesellschaft durchgeführt und verspätet sich – der Reisende verpasst den Anschlussflug und erreicht sein Ziel mit deutlicher Verspätung.

In einem solchen Fall muss diejenige Fluggesellschaft, die die gesamte Reise verkauft hat, die Entschädigung zahlen. Das entschied das Landgericht Darmstadt (Az.: 25 S 75/16). Denn es handelt sich um eine sogenannte einheitliche Buchung. Entscheidend ist dabei nur, ob der Reisende pünktlich sein Endziel erreicht – unabhängig davon, ob der Zubringer von einer anderen Airline abgewickelt wurde.

Anders ist die Situation, wenn der Flugreisende selbst bei zwei verschiedenen Airlines separat Flüge für eine Reise bucht. Dann kann er für einen verspäteten Zubringerflug nicht die Fluggesellschaft verantwortlich machen, die den Anschlussflug anbietet.

Über das Urteil berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Zeitschrift „ReiseRecht aktuell“.

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