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Wiesbaden

Muscheln essen besser nur mit Hepatits-A-Schutz

dpa/tmn

Atlantik- und Mittelmeerurlauber, die gerne Muscheln essen, sollten sich gegen Hepatitis A impfen lassen. Vor allem Mies-, Venus- und Herzmuscheln in diesen Reiseregionen seien oft mit gefährlichen Keimen belastet.

Miesmuschel
Miesmuscheln – für viele gehören sie zum perfekten Urlaub dazu. Ohne Hepatits-A-Schutz kann der Genuss aber unangenehme Folgen haben. (Bild: dpa)

Diese lösen häufig eine akute Gelbsucht (Hepatitis) aus, warnt Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten in Wiesbaden. Eine Hepatitis macht sich unter anderem durch Fieber, Übelkeit, Durchfall, Schwindel sowie eine Dunkelfärbung des Urins und Gelbfärbung der Haut bemerkbar.

Bislang waren Gelbsuchtfälle nach den Verzehr von Meeresfrüchten und Muscheln vor allem aus dem Mittelmeerraum bekannt. Eine Studie in Spanien habe nun aber ergeben, dass auch Muscheln aus dem Atlantik häufig mit den Viren verunreinigt sind, besonders vor der Küste Galiziens in Nordwest-Spanien. Vorbeugen lasse sich nur durch eine Impfung, erklärt Löscher. Sie könne auch noch bis zu zwei Wochen nach einem Kontakt mit den Viren schützend wirken.

Dem Tropenmediziner zufolge bestimmt die Art der Zubereitung die Infektionsgefahr: Traditionell würden bestimmte Arten roh oder nur leicht gedünstet verzehrt, wodurch die Keime nicht absterben. Außerdem werde das ganze Tier inklusive der Innereien gegessen, die den höchsten Gehalt an Hepatitis-A-Viren aufweisen. Je älter ein Betroffener ist, desto schwerer fällt die Erkrankung bei ihm aus.

Patientenportal: www.internisten-im-netz.de

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