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    Norderney ist eine Insel der Gegensätze

    Wolkenkino gucken auf den Thalasso-Plattformen, braufrisches Pils zum Sonnenuntergang an der Strandpromenade genießen: Norderney besticht durch Gegensätze. Nicht wenige nennen die zweitgrößte ostfriesische Insel „meine Insel“.

    Wrack im Sand
    Beliebtes Fotomotiv: Das Wrack eines alten Muschelbaggers rostet am Ostende von Norderney vor sich hin.
    Foto: Nicole Jankowski/dpa-tmn

    Norderney (dpa/tmn) – Mit geschlossenen Augen liegt das Pärchen in der Sonne und atmet die heilsame Meeresluft ein. Für wenige Minuten haben Gina und Arnd Oltmanns die Thalasso-Aussichtsplattform am Zuckerpad auf Norderney für sich allein.

    Blick auf Strandkörbe
    Die Strandkörbe dürfen natürlich nicht fehlen: 1797 wurde Norderney Deutschlands erstes Nordseeheilbad.
    Foto: Staatsbad Norderney GmbH/dpa-tmn

    Dann schaltet das Leben einen Gang weiter, ein kleiner Junge tollt oberhalb ihrer Köpfe herum, fünf Damen starten ihren Klönsnack eine Ebene tiefer. Thalasso, Gesundheit aus und mit dem Meer: Auf Norderney lässt sie sich auf verschiedensten Wegen erleben. Drei imposante Aussichtsplattformen sind in die Dünen hineingebaut. Selten ist Entspannung so gesund wie hier.

    Leuchtturm
    Richtmarke auf Norderney: Die meisten Wege auf der Insel führen am Leuchtturm vorbei.
    Foto: Michael Mehle/Staatsbad Norderney GmbH/dpa-tmn

    Das 2005 eröffnete Badehaus ist Deutschlands größtes Thalassohaus. Meerwasser in unzähligen Varianten. Schlickpeeling und weitere Kurmittel-Anwendungen. Nordsee-Waschstraße und Brandungsbecken auf der Familienebene. Bis 2020 will Norderney Europas Thalasso-Insel Nummer eins werden.

    Menschenauflauf zum Musik-Event
    Veranstaltungen wie das Open-Air-Musik-Event «Summertime» ziehen Tausende Besucher auf die Insel.
    Foto: Janis Meyer/Staatsbad Norderney GmbH/dpa-tmn

    Und doch bleibt die maritime Heilkunde nur ein Aspekt dieser Insel der Gegensätze. „Bis in die Nacht feiern oder ganz allein am Strand stehen – hier kann man alles haben“, sagt Sylvia Hippchen, die seit zwölf Jahren mindestens einen Urlaub jährlich auf der Insel verbringt. Oder wie es Herbert Visser, ehemaliger Marketingleiter der Staatsbad Norderney GmbH, ausdrückt: „Elk sien möög: Jeder nach seiner Facon.“ Nicht umsonst lautet der Slogan des Eilands „Norderney. Meine Insel.“

    Heller Sand
    Feinster heller Sand: Der Strandabschnitt «Weiße Düne» macht seinem Namen alle Ehre.
    Foto: Stefan Pähz/Staatsbad Norderney GmbH/dpa-tmn

    Der Trubel konzentriert sich auf den Westen der Insel. Wer mag, bummelt durch die vielen kleinen Straßen oder schaut den anderen zu, während er Sekt im „Inselhotel König“ schlürft. Party-Highlights wie das „White Sands Festival“ der Surfer und Beachvolleyballer oder das Open-Air-Musik-Event „Summertime“ ziehen Feierwillige auf die Insel.

    Langer Wanderweg
    Durch die Dühnen von Norderney ziehen sich viele Kilometer Wanderwege.
    Foto: Stefan Pähz/Staatsbad Norderney GmbH/dpa-tmn

    Wer es ruhiger haben will, erkundet Norderney in die entgegengesetzte Richtung – Richtung Ostende. 80 Kilometer Wanderwege ziehen sich über die Insel, ein Paradies für Jogger und Radfahrer. Vorbei an knorrigen, windgegerbten Birken, lockt am Horizont Norderneys Leuchtturm als Richtmarke – die meisten Wege führen an ihm entlang.

    Massage zur Entspannung
    Das Badehaus auf Norderney ist Deutschlands größtes Thalassohaus. Unter anderem gibt es Anwendungen mit Schlickpeeling.
    Foto: Nicolas Chibac/Staatsbad Norderney GmbH/dpa-tmn

    Am Parkplatz Ostheller ist für Radfahrer Schluss. An die Ostspitze kommt man nur zu Fuß. Für den Hinweg fällt die Wahl auf die Strandvariante. Endlose, sandige Weite. Muscheln knirschen unter den Schuhen. Allein mit Wind, Wellen und dem Meeresrauschen. Die Hektik der Stadt ganz weit weg.

    Blick in die Ferne
    Heilsame Meeresluft: Gina und Arnd Oltmanns entspannen auf der Thalasso-Aussichtsplattform am Zuckerpad auf Norderney.
    Foto: Nicole Jankowski/dpa-tmn

    Der Rückweg schlängelt sich durch die gleichförmige Dünenlandschaft. Anderthalb Stunden zwischen grasbewachsenen Hügeln, über schmale Bäche, um kleine Tümpel herum. Vogelgezwitscher erfüllt die Luft. Immer wieder sinken die Schuhe im sumpfigen Boden ein.

    Beliebtes Event
    Party-Highlight: Zum «White Sands Festival» der Surfer und Beachvolleyballer strömen regelmäßg viele Besucher.
    Foto: Nicole Jankowski/dpa-tmn

    Reise-Informationen von Norderney

    Mit dem Fahrrad
    80 Kilometer Wanderwege ziehen sich über die Insel Norderney. Auch für Radfahrer bietet das gute Bedingungen.
    Foto: Staatsbad Norderney GmbH/dpa-tmn

    Norderney

    Norderney
    Auf Norderney können Urlauber einiges erleben.
    Foto: dpa-infografik GmbH

    Reiseziele: Mit 14 Kilometern Länge und bis zu 2,5 Kilometern Breite ist Norderney die zweitgrößte ostfriesische Insel. Sie liegt zwischen Juist und Baltrum mitten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

    Anreise: Mit dem Auto bis Norddeich-Mole, dort gibt es große Parkplätze. Wer sein Auto mit auf die Insel nehmen will, muss dort diverse Einschränkungen beachten. Bahnreisende fahren mit Regionalzug oder IC ebenfalls bis Norddeich-Mole. Zwischen Norddeich Mole und Norderney bietet die AG Reederei Norden-Frisia ganzjährig mehrmals täglich eine tidenunabhängige Fährverbindung an. Die Fahrt dauert rund eine Stunde. Auf der Insel gibt es einen Bus-Linienverkehr.

    Informationen: Tourist-Information im Conversationshaus, Am Kurplatz 1, 26548 Norderney, Tel.: 04932/89 19 00, E-Mail: info@norderney.de

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