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Berlin

Frühzeitig planen: Altersgerechtes Wohnen

dpa/tmn

Alt werden in den eigenen vier Wänden – das wünschen sich viele Menschen. Nach Berechnungen des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen in Berlin leben 93 Prozent der Über-65-Jährigen in einer Standard-Wohnung ohne besonderen Komfort.

Nur knapp 1 Prozent des gesamten Wohnraums – rund 400 000 Wohnungen – sind in Deutschland altersgerecht gebaut. Doch der Bedarf an altersgerechten Wohnungen steigt, denn die Zahl der Senioren nimmt zu. Wer möglichst lange zu Hause leben möchte, sollte deshalb seine Wohnung oder das Haus den Bedürfnissen im Alter anpassen.

Am besten wird so eine Wohnungsanpassung frühzeitig und ohne akute Not in Angriff genommen. Petra Bank von der Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW in Dortmund rät, sich mit dem Gedanken der räumlichen Veränderungen anzufreunden, bevor der Alltag durch einen Unfall oder Krankheit plötzlich auf den Kopf gestellt wird. «Spätestens wenn ein älterer Mensch stürzt oder einen Schlaganfall erleidet, gibt es einen solchen Vorlauf nicht mehr.» Dann müssen von einem Tag auf den anderen Entscheidungen getroffen werden. «Während eines Krankenhaus- oder Reha-Aufenthaltes müssen dann meist Angehörige oder Betreuer für den Betroffenen handeln», sagt Karin Dieckmann vom Verein Barrierefrei Leben in Hamburg.

In jedem Fall ist professionelle Hilfe bei der Planung einer Wohnungsanpassung hilfreich. In vielen Bundesländern gibt es Wohnberatungsstellen in kommunaler oder karitativer Trägerschaft. Wichtige Ansprechpartner sind darüber hinaus die Bauberatungen der Verbraucherzentralen. Außerdem bieten immer mehr Architekten eine Wohnberatung an. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen haben durch die Pflegereform einen Anspruch auf so eine Beratung.

Zusammen mit dem Wohnberater oder Pflegeberater wird die Wohnung besichtigt. «Dabei findet eine grundlegende Prüfung statt. Schließlich ist keine Wohnung wie die andere und auch die Bedürfnisse und Einschränkungen sind individuell sehr unterschiedlich», sagt Jacobi-Becker. Der Bewohner kann sich mit Hilfe einer Checkliste, die es zum Beispiel im Internet gibt, gut vorbereiten.

«Der größte Veränderungsbedarf ist meist im Sanitärbereich. Hier kann auch ein Pflegedienst oder ein Ergotherapeut wertvolle Hinweise zur Verbesserung geben», erklärt Dieckmann. Bauliche Veränderungen können die Montage einer ebenerdigen Dusche oder eines höhenverstellbaren Waschbeckens sein. Auch die Verbreiterung einer Tür, die Konstruktion einer Rampe am Hauseingang oder auch der Einbau eines Treppenlifts sind unter Umständen nötig. Dann müssen ein Architekt, Handwerker oder Fachfirmen gefunden werden, die möglichst Erfahrung mit barrierefreiem Bauen vorweisen können.

Wenn die Planungen stehen, geht es um die Finanzierung. Eine Badanpassung kann je nach Aufwand 1000 oder auch 15 000 Euro kosten. Ein Treppenlift schlägt je nach Konstruktion mit 3000 oder auch mit 10 000 Euro zu Buche. Zur Finanzierung stehen nur begrenzt Hilfen bereit: Seit Kurzem gibt es ein Darlehensprogramm der staatlichen Förderbank KfW für barrierefreies Bauen.

«Einige Länder haben auch eigene Förderprogramme», sagt Bank. «Pflegebedürftige erhalten außerdem von der Kasse einen Zuschuss von bis zu 2557 Euro für bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes», ergänzt Dieckmann. Dieser Betrag kann auch für einen Umzug genutzt werden. Denn eine Wohnberatung kann auch ergeben, dass ein Umbau zu teuer würde und sich deshalb eher ein Umzug lohnt.

Liste von Bauberatungen der Verbraucherzentralen: www.vzbv.de

Verein Barrierefrei Leben: www.barrierefrei-leben.de

Checkliste für Umbau von Nullbarriere: dpaq.de/nullbarriere

Barrierefreie Modellwohnungen: dpaq.de/modelle

Infos vom Verbrand Privater Bauherren: dpaq.de/vpb

Bund Deutscher Innenarchitekten: www.bdia.de

Finanzierungshilfen im Überblick

Wenn die Planungen stehen, geht es um die Finanzierung. Eine Badanpassung kann je nach Aufwand 1000 oder auch 15 000 Euro kosten. Ein Treppenlift schlägt je nach Konstruktion mit 3000 oder auch mit 10 000 Euro zu Buche. Zur Finanzierung stehen nur begrenzt Hilfen bereit: Seit Kurzem gibt es ein Darlehensprogramm der staatlichen Förderbank KfW für barrierefreies Bauen.

«Einige Länder haben auch eigene Förderprogramme», sagt Petra Bank von der Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW in Dortmund. «Pflegebedürftige erhalten außerdem von der Kasse einen Zuschuss von bis zu 2557 Euro für bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes», ergänzt Karin Dieckmann vom Verein Barrierefrei Leben in Hamburg. Dieser Betrag kann auch für einen Umzug genutzt werden. Denn eine Wohnberatung kann auch ergeben, dass ein Umbau zu teuer würde und sich deshalb eher ein Umzug lohnt.

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