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    Von Volksautos und Verfolgern – Tradition: Elf Generationen Opel-Kompaktklasse

    Opel ist in Feierlaune. Mit Modellen wie Mokka, Adam und Corsa geht es wieder aufwärts, ein Höhenflug, den der neue Astra fortsetzen will. Dabei soll sich die elfte Kompaktklasse-Generation der Marke mit dem Blitz auch an den Erfolgen ihres Urahnen orientieren, der als Kadett vor 80 Jahren erstes modernes Volksauto war.

    Opel Kompaktklasse Kadett und Astra 11 Generationen
    Opel Kompaktklasse Kadett und Astra 11 Generationen

    Opel Kadett Generation 1 ab 1936
    Opel Kadett Generation 1 ab 1936

    Zurück auf die Pole Position! So lautet die Zielvorgabe für den neuen Opel Astra, der gerade auf der Frankfurter IAA seine Weltpremiere feiert. Die inzwischen elfte Generation kompakter Opel-Modelle - insgesamt sechs Kadett und fünf Astra in rund 80 Jahren - soll Opels Ruf als führender Volksautobauer rehabilitieren. Schließlich musste der gerade auslaufende Astra massive Absatzeinbrüche verzeichnen, dabei galt die deutsche GM-Tochter doch lange Zeit als einer der weltweit erfolgreichsten Hersteller bezahlbarer Kompakter. Immerhin konnte Opel seit 1936 bereits über 24 Millionen Kadett (Baureihen 1/A bis E) und Astra (F bis K) verkaufen. Nicht eingerechnet mehrere Millionen Parallelmodelle, die schon von über 20 anderen General-Motors-Marken produziert wurden. Dabei Exoten von Asüna (Kanada) bis Uz-DaewooAvto (Usbekistan), aber auch bekannte Giganten wie Chevrolet und Buick. So fährt etwa derzeit die Stufenheckvariante des Astra in den USA als Buick Verano.

    Opel Kadett A Generation 2 ab 1962
    Opel Kadett A Generation 2 ab 1962

    Während der jüngste Opel Astra erst wieder Anschluss an den VW Golf finden muss, war der erste Opel Kadett in der Vorkriegszeit noch vor dem VW Käfer das meistverkaufte kleine deutsche Volksauto. Überhaupt hatte der Kadett dem Wolfsburger Krabbeltier vieles voraus: Den Serienstart mit selbsttragender Karosserie als zweites deutsches Großserienauto nach dem Opel Olympia, Entwicklungshilfe durch Heinrich Nordhoff, damals technischer Berater bei Opel und danach Volkswagen-Chef, den Werbespruch „Opel der Zuverlässige“ als Vorläufer von Volkswagens „Er läuft und läuft und läuft...“ und den Slogan „Opel. Kadett. Das Auto.“ als Inspiration für das fast identische VW-Credo der letzten Jahre.

    Opel Kadett A Coupe Generation 2 ab 1962
    Opel Kadett A Coupe Generation 2 ab 1962

    „An die 3 Millionen, die Automobilbesitzer sein sollten!“ oder „Wer ein Auto kauft, dient der Nation und fördert sich selbst“: So lauteten Mitte der 1930er Jahre nicht etwa VW- bzw. KdF-Wagen-Kaufappelle, sondern Werbekampagnen, mit denen Opel Kunden gewinnen wollte. Tatsächlich lancierten die Rüsselsheimer 1935/36 mit den Modellen Olympia und Kadett die modernsten europäischen Massenmobile, die Opel sofort zum größten Autobauer Europas machten. Allein vom 17 kW/23 PS starken 1,1-Liter-Kadett liefen bis zum Jahr 1940 über 100.000 Einheiten vom Band, während der Käfer das Krabbeln erst in der Nachkriegszeit richtig lernte. Dagegen wurden die Kadett-Bänder 1946 demontiert und als Reparationsleistung in die Sowjetunion geliefert, wo der Kadett als Moskwitsch zum zweiten Mal zur Volksmotorisierung beitrug.

    Opel Kadett B Generation 3 ab 1965
    Opel Kadett B Generation 3 ab 1965

    In Deutschland kam der kompakte Kadett erst 1962 wieder in Fahrt. Unter dem Motto „Jung und voll Schwung“ attackierte der im klaren Bauhausstil gezeichnete 3,92 Meter kurze Kadett A den altgedienten Käfer. Dazu lief der 1,0-Liter-Vierzylinder in einem eigens errichteten Werk in der vom Strukturwandel besonders betroffenen Bergbauregion Bochum vom Band. Mit Preisen ab 5.075 Mark bewegte sich der als Limousine, Caravan und Coupé lieferbare Kadett auf Käfer-Niveau, bot aber flottere Fahrleistungen und einen „Urlaubs-Camping-Picknick“-Kofferraum, wie die Werbung versprach. Qualitäten, die rund 650.000 Käufer überzeugten.

    Opel Kadett B Coupe Rallye Generation 3 ab 1965
    Opel Kadett B Coupe Rallye Generation 3 ab 1965

    Anschluss an die VW-Zulassungszahlen suchte dann ab September 1965 die dritte Kadett-Generation, von der bis 1973 fast 2,7 Millionen Einheiten gefertigt wurden. Sensationell war die Karosserieauswahl von 14 Versionen, nie zuvor hatte es einen Pkw mit selbsttragender Karosserie in solcher Variantenvielfalt gegeben. Schicke Lifestyletypen wie der Olympia und schnelle Sportler mit schwarzen Zierstreifen wie der Kadett Rallye verliehen dem technisch robusten Kadett nun erstmals Kultstatus. Sogar der Klappscheinwerfer-Sportler Opel GT nutzte die Technik dieses Kompakten. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere verdrängte der Kadett B in Deutschland sogar kurzzeitig den Käfer vom ersten Platz der Zulassungsstatistik, aber auch international verkaufte er sich unter anderen Markennamen bestens.

    Opel Kadett C Generation 4 ab 1973
    Opel Kadett C Generation 4 ab 1973

    Ein wirkliches Weltauto war jedoch erst der Kadett C, der zur IAA 1973 die Bühne betrat. Dazu wurde der kleine Opel von nicht weniger als 14 Marken mit über 40 unterschiedlichen Modellbezeichnungen und in noch mehr Karosserie- und Ausstattungsversionen auf allen Kontinenten produziert. Weit über 7 Millionen Einheiten konnten so verkauft werden, darunter allein 1,7 Millionen Kadett aus dem Werk Bochum. Kein Weltrekord, aber ein Meilenstein. Lieferte GM mit diesem sogenannten T-Car doch für viele Länder das erste Volksauto überhaupt, während der Kadett in Deutschland den alten VW Käfer niederrang und den jüngeren Ford Escort klein hielt. Nur mit dem neuen Golf konnte es das Einstiegsmodell ins Opel-Programm nicht aufnehmen, denn es fehlte ihm am modernen Konzept von Frontantrieb und Quermotor.

    Opel Kadett C als GTE Coupe Generation 4 ab 1973
    Opel Kadett C als GTE Coupe Generation 4 ab 1973

    Dieses gab es ab 1979 im Kadett D, der erstmals auch einen Dieselmotor für die kompakten Opel bereithielt. Die 1984 lancierte letzte Kadett-Generation war dagegen ein Luftikus im besten Sinne, nämlich als windschnittiger Aerodynamik-Weltmeister und als kompaktes Cabriolet von der italienischen Carrozzeria Bertone für alle Frischluftfans. In sieben Jahren und zahllosen Karosserien lief der Kadett E zu Höchstform auf und wurde bis dahin meistgebautes Kadett- und Opel-Modell, von dem allein in Deutschland rund 3,8 Millionen Einheiten produziert wurden.

    Opel Kadett D Generation 5 ab 1979
    Opel Kadett D Generation 5 ab 1979

    Neuer Name, neues Glück hieß es 1991 als der Astra die Thronfolge antrat. Wie nahtlos der Astra die Kadett-Tradition fortschrieb, zeigte sich auch im internen Generationen-Buchstaben F - und in dem Karosserieportfolio, das dem Kadett E glich. Mit einem Plus an passiver Sicherheit und zusätzlichen Motoren gelang es dem ersten Astra einen neuen Allzeit-Rekord zu setzen: Über 4,1 Millionen Einheiten wurden bis 1997 verkauft. Obwohl der 1998 gestartete Astra G mit einer Qualitätsoffensive einschließlich vollverzinkter Karosserie einige Kritikpunkte seines erfolgreichen Vorgängers vergessen machen wollte, glückte ihm die Imagekorrektur nicht gänzlich. Weshalb die bis 2005 gebaute neunte Opel-Kompaktklasse die Produktionsmarke von 4 Millionen verfehlte. Noch etwas bescheidener schnitt der von 2004 bis 2010 gebaute Astra H ab, obwohl er mit bis zu 177 kW/240 PS Leistung sogar als sportives Powercar punktete. Viel Auto für relativ wenig Geld, das war danach die Maxime des gut ausgestatteten und üppig dimensionierten Astra J, der seit 2009 im Handel ist. Dennoch behauptete sich Opels wichtigstes Volumenmodell angesichts immer zahlreicherer Konkurrenten noch schwerer.

    Opel Kadett D als GTE Generation 5 ab 1979
    Opel Kadett D als GTE Generation 5 ab 1979

    Tatsächlich waren noch Kadett D bis Astra G in den deutschen Verkaufscharts die ewigen Zweiten hinter dem Volkswagen Golf. Eine Position, die Opel ab 2001 verlor, im Abwärtstrend rutschten die Kompakten mit dem Blitz zuletzt sogar auf Platz sechs im deutschen Jahresergebnis. Per aspera ad astra - durch Mühsal gelangt man zu den Sternen. Genau das soll jetzt dem Astra K gelingen, der durch gehobene Ausstattungen, günstige Preise und effizientere Motoren (erstmals als Dreizylinder) wieder aggressivster Verfolger des führenden Kompakten werden könnte.

    Opel Kadett E Generation 6 ab 1984
    Opel Kadett E Generation 6 ab 1984

    Chronik:

    Opel Kadett E Generation 6 ab 1984
    Opel Kadett E Generation 6 ab 1984

    1936: Der erste Opel Kadett erlebt seine Markteinführung. Karosserieversionen sind zwei- bzw. viertürige Limousine und zweitürige Cabrio-Limousine. Opel steigt auf zum größten Automobilhersteller Europas

    Opel Astra F Generation 7 ab 1991
    Opel Astra F Generation 7 ab 1991

    1939: Meistverkaufter Kleinwagen in Deutschland ist wie im Vorjahr der Opel Kadett

    Opel Astra F Generation 7 ab 1991
    Opel Astra F Generation 7 ab 1991

    1940: Kriegsbedingte Produktionseinstellung

    Opel Astra G Generation 7 ab 1998
    Opel Astra G Generation 7 ab 1998

    1946: Die Produktionsanlagen für den Kadett werden demontiert und als Reparationsleistung an die UDSSR geliefert. Mit dem sowjetischen Modell Moskwitsch 400 lebt der Kadett ein Jahr später wieder auf

    Opel Astra G Cabrio Generation 7 ab 1998
    Opel Astra G Cabrio Generation 7 ab 1998

    1957: Opel-Chefkonstrukteur Karl Stief erhält den Auftrag zur Entwicklung eines kompakten Opel, der als Käfer-Konkurrent an den Start gehen soll

    Opel Astra H Generation 9 ab 2004
    Opel Astra H Generation 9 ab 2004

    1960: Auf einem ehemaligen Zechengelände beginnen die Bauarbeiten für das Opel Werk Bochum

    Opel Astra H als OPC Generation 9 ab 2004
    Opel Astra H als OPC Generation 9 ab 2004

    1962: Im Juni erfolgt der Produktionsanlauf für den Kadett A, ein frühes Beispiel von Leichtbau angesichts eines Leergewichts von nur 670 Kilogramm. Lizenzproduktionen in Belgien, Costa Rica, Dänemark, Irland, Portugal, Peru, auf den Philippinen, in Südafrika, Uruguay und Venezuela

    Opel Astra J Generation 10 ab 2009
    Opel Astra J Generation 10 ab 2009

    1963: Auf dem Genfer Salon debütieren der Kadett L mit luxuriöserer Ausstattung und der Kadett Caravan. Auf der IAA Frankfurt feiert das Kadett Coupé Premiere. Im Oktober präsentiert der Karosseriebauer Welsch & Sohn, Mayen, einen Cabrioletumbau, von dem etwa 12 Einheiten produziert werden. Bei der Rallye Monte Carlo belegt ein Kadett den dritten Platz in der GT-Klasse. Bei der Langstreckenrallye Tour d’ Europe belegen Kadett von 1963 bis 1967 jeweils den ersten Platz   

    Opel Astra K Generation11 ab 2015
    Opel Astra K Generation11 ab 2015

    1964: Von Februar 1964 bis September 1965 wird der Kadett A in die USA exportiert und über 500 Buick-Händler vertrieben. Kadett L ab Februar mit der Front des Kadett Coupé. Auf dem Genfer Salon debütiert der Italsuisse Frua Spider als Studie. Der Formel-3-Wagen von Merkel „Panther 3“ nutzt einen Kadett-Motor

    1965: Am 12. Januar läuft der 500.000ste Kadett A vom Band. Auf dem Genfer Salon wird ein zweiter Prototyp Italsuisse Frua Spider vorgestellt, der für Opel gebaut wurde. Die Carrozzeria Vignale präsentiert ebenfalls eine Spider-Studie in Genf, die später zum Coupé umgebaut wird und im November auf dem Turiner Salon ausgestellt wird. Klassensiege für den Kadett bei der Tulpenrallye in Holland und der Internationalen DMV-Eifel-Rallye. Auf der Frankfurter IAA im September Einführung des Kadett B, der später als erster Kadett Produktionsmillionär wird. Ebenfalls auf der IAA debütiert der Opel Experimental GT auf Kadett-B-Basis, aus dem 1968 der Opel GT hervorgeht mit Kadett-Technik. Von November 1965 bis Ende 1972 ist der Kadett B in den USA über Buick-Händler lieferbar. Ab Modelljahr 1968 erhalten die US-Modelle eine Frontgestaltung, die dem Olympia ähnelt. Insgesamt liefert Opel ca. 430.000 Kadett in die USA. Nach Südafrika erfolgt eine CKD-Lieferung, der Vertrieb erfolgt über GM in Port Elizabeth und die Motoren und Getriebe stammen vom Vauxhall Viva (1,0-Liter-Vierzylinder)

    1966: Seit der Rallye Monte Carlo im Januar wird der Opel Kadett als erfolgreiches Sportgerät gefeiert. Im November startet der Rallye Kadett in Serienproduktion, die Vorstellung erfolgte bereits im September

    1967: Im Januar feiert Opel die Auslieferung des 5.000sten Rallye Kadett. Ab Februar Zweikreisbremssystem für alle Kadett und serienmäßiger Bremskraftverstärker in Kombination mit Scheibenbremsen vorne (zuvor Option). Im August größere Rückleuchten (außer Caravan). Neue Hinterachse; die bisherigen Längsblattfedern werden ersetzt durch eine Konstruktion mit Längs- und Querlenkern sowie Schraubenfedern. Außerdem Einführung einer sogenannten Sicherheitslenkung mit Teleskopspindel und Gelenk sowie Prallplatte und drei Speichen. Im September Markteinführung für den Olympia sowie den Kadett LS. In der Schweiz wird der viertürige Kadett mit dem Namen Ascona 1700 angeboten und in 2.560 Einheiten im GM-Werk Biel montiert 

    1968: Ab November Automatikgetriebe optional verfügbar

    1970: Die Fertigung des Olympia endet zum August nach 80.637 Einheiten. Nachfolger wird der Opel Ascona. Ursprünglich sollte der Ascona die ganze Kadett-B-Baureihe ersetzen, allerdings positioniert Opel ihn nach Erscheinen des Ford Taunus als zusätzliche Baureihe. Eingestellt werden jetzt die Kadett-LS-Limousinen, Kadett Coupé (nicht LS) und Rallye Kadett (nicht LS) sowie der fünftürige Caravan (nicht dreitürig). Bis auf den Rallye Kadett LS 1900 S werden die 1,7- und 1,9-Liter-Motoren ausgemustert. Damit sortiert sich der Kadett unterhalb des Ascona ein 

    1971: Am 30. April feiert Opel die Produktion des 100.000sten Rallye Kadett. Im August Modellpflege (optisches Merkmal schwarzer Kühlergrill) und neue 50-PS- sowie 60-PS-Motoren. Rallye Kadett jetzt auch als 1200 S verfügbar

    1973: Zum Modelljahr 1973 steht das Sondermodell Kadett Holiday Sport im Angebot. Weitere Sondermodelle sind der Kadett Festival, der Kadett Grand Prix und der Kadett Preisboxer. Topmodell ist der über Opel-Händler oder Steinmetz lieferbare Kadett Sprint mit 106 PS Leistung. Produktionsauslauf des Kadett B im Juli. Einen Monat später wird der Kadett C vorgestellt mit anfangs 18 Karosserie- und Motorvarianten. Letzter kompakter Opel mit Heckantrieb. Wie seinem Vorgänger gelingt es auch dem Kadett C kurzzeitig, den Käfer in den Verkaufszahlen zu überholen, nicht aber den1974 lancierten Golf

    1974: Debüt des seriennahen Sicherheits-Konzeptfahrzeugs OSV 40 auf Kadett-Basis. Im Oktober Serienstart für den argentinischen Opel K-180. Im November Produktionsanlauf für den japanischen Isuzu Bellett Gemini

    1975: In Großbritannien wird im März der dreitürige Hatchback Vauxhall Chevette eingeführt. Im Mai wird die deutsche Version als Kadett City vorgestellt. Im Juni wird das Vauxhall-Programm um die Stufenhecklimousinen und Kombis ergänzt. Auf der IAA feiert der Kadett GT/E Premiere. Außerdem debütiert 200 PS starker 16-Ventil-Motor für die Rallye-Kadett der Gruppe 2. In Australien wird der Holden Gemini vorgestellt. In den USA geht der Chevrolet Chevette in Serie

    1976: Bei der Rallye Monte Carlo belegt das Team Walter Röhrl/Jochen Berger einen damals sensationellen vierten Platz. Bis 1978 entstehen beim Karossier Baur in Stuttgart 1.242 Einheiten des Kadett Aero, eines Cabriolets mit feststehendem Überrollbügel. Auch in Südafrika läuft die Chevette-Produktion an

    1977: Fünfgang-Getriebe und 115 PS starker 2,0-Liter-Motor im Kadett GT/E

    1978: Der Kadett C wird nun in insgesamt 58 Varianten angeboten

    1979: Produktionsende für den Kadett C. Auf der IAA feiert der Kadett D als erster Opel mit Frontantrieb Weltpremiere. In den USA ist der Chevrolet Chevette mehrere Jahre in Folge meistverkaufter Pkw

    1980: Der Kadett C City feiert Wiederauferstehung: Als Chevette aus Vauxhall-Produktion ist er bis 1982 (Einführung des Corsa) neues Einstiegsmodell in das Opel-Programm. In Brasilien wird der Chevrolet Chevette als dreitüriger Kombi eingeführt und Chevrolet Marajó genannt

    1984: Am 22. September feiert der Kadett E seine Markteinführung bei den deutschen Opel-Händler als drei- und fünftürige Schräghecklimousine und als drei- und fünftüriger Caravan. Sportliches Spitzenmodell ist der dreitürige GSI. In Großbritannien läuft die Produktion des baugleichen Vauxhall Astra an, die Stufenheckversion nennt sich Belmont (ab 1985)

    1985: Ab Mai als 1.8i mit geregeltem Drei-Wege-Katalysator lieferbar. Der GSI ist jetzt auch als Fünftürer bestellbar. Im Spätsommer folgen die viertürige Stufenhecklimousine und der Lieferwagen Combo. Auf der Frankfurter IAA debütiert der Prototyp eines künftigen Kadett Cabriolets. In Großbritannien läuft der Combo als Bedford Astravan vom Band. Der Kadett gewinnt den Medienpreis „Auto des Jahres“

    1986: Ab Januar mit 1,3-Liter-i-Motor mit Katalysator bestellbar, im August folgen die 1,6-Liter- und 2,0-Liter-Motoren mit Einspritzung und Katalysatortechnik. Bei Daewoo in Korea läuft die Produktion einer Lizenzausgabe an, die offiziell ab 1995 auch nach Deutschland exportiert werden darf

    1987: Im Mai Serienstart für das bei Bertone gebaute Cabriolet als GL, zunächst mit 1,6-Liter-Maschine und als GSI mit 2,0-Liter-Motor. Vorstellung der neue Spitzenversion Kadett GSI mit 2,0-Liter-16V-Motor und 150 PS Leistung

    1988: Daewoo in Korea baut den Pontiac LeMans für Nordamerika und Neuseeland (bis 1993)

    1989: Im Februar Facelift mit Modifikationen an Front, Heck und Interieur. ABS optional bestellbar, bei Kadett CS und GSI serienmäßig. Im April entfallen in Deutschland alle Motoren ohne Katalysator. Am 23. Oktober läuft in Bochum ein Caravan Club 1.6i als zehn millionster Kadett überhaupt vom Band. Der Kadett E ist überdies seit einigen Wochen das meistgebaute Kadett- und Opel-Modell aller Zeiten. In Brasilien laufen die Kadett-E-Ableger Chevrolet Kadett und Chevrolet Ipanema (Caravan) an

    1990: Im August erneute Modellpflege an Front und Interieur

    1991: Im Juli endet in Deutschland die Produktion des Kadett. Nachfolger wird ab August der Astra (F). Das Kadett Cabrio bleibt im Angebot, wird aber nur noch als Opel Cabrio beworben

    1992: Anfang des Jahres ergänzt eine Stufenheckversion das Astra-Programm. Ab 23. September wird der Astra auch in Eisenach gebaut

    1993: Im Juni läuft bei Bertone die Fertigung des Cabriolets (Kadett E) aus. Damit ist die Kadett-Tradition noch nicht ganz am Ende, denn in Südafrika läuft der Astra F weiter unter dem Namen Opel Kadett

    1994: Das Astra (F) Cabriolet wird eingeführt, die Produktion erfolgt bis 1999 bei Bertone in Italien

    1998: Im März geht der Astra G in Produktion als drei- und fünftürige Schrägheck-Limousine, Stufenheck und Caravan

    2000: Ab März gibt es den Astra G auch als Coupé, Produktion bei Bertone in Italien. Ab Ende des Jahres läuft das Opel Astra Coupé unter der Bezeichnung Opel Coupé

    2001: Einführung des ebenfalls bei Bertone gebauten Cabriolets im März. Der Opel Astra verliert immer mehr Boden gegenüber dem Golf und damit den zweiten Platz in der Zulassungsstatistik

    2002: Nach einer vorgeschalteten Homologationsserie von 3.000 Einheiten ist ab Herbst der Astra OPC regulär im Programm

    2004: Im März Marktstart des Astra H als fünftürige Schrägheck-Limousine, im Oktober folgt der fünftürige Caravan

    2005: Im März startet der Astra H auch als sportlicher dreitüriger GTC

    2006: Im Mai wird das Coupè-Cabriolet TwinTop lanciert, als viertüriges Stufenheck folgt der Astra H im Oktober (für den deutschen Markt allerdings erst ab Oktober 2008)

    2008: Opel feiert den zehnmillionsten Astra

    2009: Weltpremiere auf der IAA für den Astra J (der Buchstaben I wurde ausgelassen), Marktstart am 4. Dezember

    2010: Die Markteinführung des Sports Tourer (Kombiversion) erfolgt am 13. November

    2012: Im Januar Start des sportlichen GTC. Im Sommer folgt der OPC, und ab September ist der Astra J auch als Stufenhecklimousine lieferbar

    2013: Im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft wird ein eigener Markenpokal ausgetragen, der „Astra OPC Cup“

    2014: Einstellung der Automobilproduktion im Werk Bochum im Dezember und damit endgültig auch des Astra H, der dort noch für Osteuropa gebaut wurde

    2015: Auf der Frankfurter IAA feiert der Astra K Weltpremiere als fünftürige Schrägheck-Limousine und als Kombi Sports Tourer

     

    Wichtige Karosserieformen:

    Kadett 1 (1936-1940) als 2-türige Limousine, 4-türige Limousine und 2-türige Cabrio-Limousine; 

    Kadett A (1962-1965) als 2-türige Limousine, 2-türiges Coupé, 3-türiger Kombi Caravan, Lieferwagen „Caravan Combi“;

    Kadett B (1965-1973) als 2-türige Limousine, 4-türige Limousine, 2-türige Fastback-LS-Limousine, 4-türige Fastback-LS-Limousine, 2-türiges Coupé, 2-türiges Fastback-LS-Coupé, 2-türiges Rallye-Coupé, 2-türiges Rallye-LS-Coupé, zweitüriger Rallye Kadett, 3-türiger Caravan und 5-türiger Caravan;

    Olympia (1967-1970) als 2-und 4-türige Fastback-Limousine und als 2-türiges Fastback-Coupé;

    Kadett C (1973-1979, Revival als Chevette ab 1980) als 2-türige Limousine, 4-türige Limousine, 2-türige Cabrio-Limousine Aero, 3-türige Fließheck-Limousine (City), 2-türiges Coupé, 2-türiges Coupé Rallye, 2türiges Coupé GT/E und 3-türiger Caravan, dreitüriges Fließheckmodell Chevette (1980-1982);

    Kadett D (1979-1984) als 2-türige Schrägheck-Limousine, 4-türige Schrägheck-Limousine, 3-türige Schrägheck-Limousine (auch als SR und GTE), 5-türige Schrägheck-Limousine (auch als SR und GTE), 3-türiger Caravan und 5-türiger Caravan, 3-türiger Lieferwagen;

    Kadett E (1984-1991) als 4-türige Stufenheck-Limousine, 3-türige Schrägheck-Limousine (auch als GT und GSI), 5-türige Schrägheck-Limousine (auch als GT und GSI), 2-türiges Cabriolet, 3-türiger Caravan, 5-türiger Caravan, 3-türiger Lieferwagen und Kleintransporter Combo;

    Astra F (1991-1997) als 4-türige Stufenheck-Limousine, 3-türige Schrägheck-Limousine, 5-türige Schrägheck-Limousine, 2-türiges Cabriolet und 5-türiger Caravan;

    Astra G (1998-2005) als 4-türige Stufenheck-Limousine, 3-türige Schrägheck-Limousine, 5-türige Schrägheck-Limousine, 2-türiges Cabriolet, 2-türiges Coupé, 5-türiger Caravan, 3-türiger Lieferwagen;

    Astra H (2005-2010, für Osteuropa bis 2014 als Limousine) als 4-türige Stufenheck-Limousine, 3-türiger GTC, 3-türiger OPC, 5-türige Schrägheck-Limousine, 2-türiges Twintop Coupé-Cabrio, 5-türiger Caravan, 5-türiger Lieferwagen;

    Astra J (seit 2009) als 4-türige Stufenheck-Limousine, 3-türiger GTC, 3-türiger OPC, 5-türige Schrägheck-Limousine, 5-türiger Sports Tourer (Kombi);

    Astra K (seit 2015) als 5-türige Schrägheck-Limousine, 5-türiger Sports Tourer (Kombi).

     

     

    Ausgewählte Produktionszahlen

    Opel Kadett 1 insgesamt (1936-1940): 107.608 Einheiten plus 247.439 Moskwitsch (ab 1947);

    Opel Kadett A insgesamt (1962-1965): 649.512 Einheiten. Davon u.a. Standard-Limousine 342.764, Standard-Limousine mit Schiebedach 11.422, Coupé 53.468, Luxus-Limousine 70.238, Luxus-Limousine mit Schiebedach 45.004 und Caravan 126.616;

    Opel Kadett B insgesamt (1965-1973): 2.691.287 Einheiten. Davon entfallen auf Limousinen und Coupés insgesamt 2.191.691 Einheiten, auf den Caravan 418.959 Einheiten und den Olympia 80.637 Einheiten;

    Opel Kadett C insgesamt (1973-1979): 1.701.075 Einheiten (davon u.a. Kadett 1,0 Liter 254.723, City 263.090, Aero 1.242, Rallye 19.174, GT/E 1,9 Liter 8.660, GT/E 2,0 Liter 8.549);

    Opel Kadett D insgesamt (1979-1984): 2,1 Millionen Einheiten;

    Opel Kadett E insgesamt (1984-1993): 3.779.289 Millionen Einheiten;

    Opel Astra F insgesamt (1991-1997): 4,13 Millionen Einheiten (ohne Astra Classic);

    Opel Astra G insgesamt (1998-2005): 3,95 Millionen Einheiten;

    Opel Astra H insgesamt (2005-2010; für Osteuropa bis 2014): über 2,7 Millionen Einheiten;

    Opel Kadett insgesamt (1936-1991): 11.059.702 Einheiten;

    Opel Kadett und Astra insgesamt (1936-2015): über 24 Millionen Einheiten. 

    Wolfram Nickel/SP-X

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