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    Nachhilfe für harte Jungs – Fahrradtrends 2015

    Ein kleiner Hilfsmotor macht das Radfahren bekanntlich einfacher. Das haben inzwischen auch Mountain-Biker entdeckt. Das Angebot an entsprechend verstärkten Rädern wächst, wie unser kleiner Überblick zeigt.

    Von Haibike kommt das Xduro FatSix (ab 4.300 Euro), mit Bosch-Antrieb und einem Navigationssystem, mit dem sich der Radl
    Von Haibike kommt das Xduro FatSix (ab 4.300 Euro), mit Bosch-Antrieb und einem Navigationssystem, mit dem sich der Radler auch in unbekanntes Gelände wagen kann

    Weniger für Wege in Wald und Flur, sondern für den Pendler, der am Wochenende auch mal sportlich unterwegs sein will, is
    Weniger für Wege in Wald und Flur, sondern für den Pendler, der am Wochenende auch mal sportlich unterwegs sein will, ist das Charger GT45 HS (4.000 Euro) von der Manufaktur Blue Label gedacht

    Sie fühlen sich als die harten Jungs unter den Radfahrern; naturverbunden und hart im Nehmen. Mountainbiker sind da unterwegs, wo sich die Warmduscher mit ihren Tourenrädern gar nicht erst hinwagen. Elektrische Unterstützung beim Pedalieren war vor nicht allzu langer Zeit in diesen Kreisen noch vollkommen undenkbar - doch genauso wie mehr und mehr Komfortelemente an die Bikes kamen und das Radeln im Wald angenehmer machten, hat sich der elektrische Rückenwind langsam auch in die Waldradler-Szene eingeschlichen und einen neuen Kundenkreis erschlossen. Wie in den vergangenen Jahren sind die E-Bikes die Trendräder und rollen nun eben auch über Stock und Stein.

    Wie ein dynamisches Rad aussehen kann, zeigt der Schweizer E-Bike-Pionier Flyer mit dem Goroc
    Wie ein dynamisches Rad aussehen kann, zeigt der Schweizer E-Bike-Pionier Flyer mit dem Goroc

    „Lithium und Laktat sind längst keine Gegensätze mehr“, erklärt Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad. Vor allen Dingen nachdem die E-Bikes das Image der „AOK-Chopper“ abgelegt haben, entdeckt eine neue Zielgruppe den Reiz des unterstützten Pedalierens abseits der befestigten Wege. Offensichtlich ist die Vorstellung, mit sanfter Unterstützung lange Anstiege zu meistern und nicht ganz außer Atem den Gipfel zu erreichen zu verlockend. Außerdem erweitert der elektrische Vortrieb auch die sportlichen Kapazitäten und macht noch steilere Anstiege erreichbar. Zudem hat sich das einst plumpe Design der Räder in Richtung cool und sportiv gewandelt, sind die Akkus und Motoren inzwischen so integriert, dass die meisten Zeitgenossen (ausgenommen die Puristen unter den Mountainbikern) die Hilfe gar nicht erkennen und höchstens anerkennend dem Radler hinterher blicken.

    Das E-Bike wird auch in der kommenden Saison weiter Stütze des Fachhandels bleiben, zumal auch die urbanen Modelle wie z
    Das E-Bike wird auch in der kommenden Saison weiter Stütze des Fachhandels bleiben, zumal auch die urbanen Modelle wie zum Beispiel das Homage dual drive (ab 4.600 Euro) von der Edelmanufaktur Riese & Müller inzwischen ein modernes und dynamisches Design z

    Allerdings ist das Vergnügen, elektrisch unterstützt über Waldwege zu heizen nicht gerade preiswert. Unter 2.500 Euro ist kaum ein entsprechendes Rad im Programm der Hersteller, doch gehören auch die nicht elektrifizierten Bikes nicht unbedingt zu den Sonderangeboten, wenn sie eine aufwendige Ausstattung bieten. Die Kundschaft ist also sensibilisiert für die höheren Kosten, und so folgt die Industrie dem Trend, dass „sich die Elektrifizierung im gehobenen Segment immer stärker durchsetzen wird“, so Fehlau. Angesichts des schwachen Euro werden sich die Preise in der Branche, die traditionell in Asien arbeiten lässt und im US-Dollar abrechnet, ohnehin weiter nach oben bewegen.

    Wie ein dynamisches Rad aussehen kann, zeigt der Schweizer E-Bike-Pionier Flyer mit dem Goroc (ab 3.100 Euro), das wie fast alle Räder in diesem Segment von einem dezent montierten Mittelmotor angetrieben wird. In diesem Fall stammt der Motor von Bosch. Die niedrige Platzierung erzeugt einen tiefen Schwerpunkt, was sich durchaus positiv auf das Fahrverhalten auswirkt. Mit einem Gewicht von 20 Kilogramm gehört das Goroc zu den Leichtgewichten in seiner Klasse. Das Hardtail (das Hinterrad ist nicht gefedert) besitzt eine vordere Federgabel mit einem Federweg von 100 bis 120 Millimeter Federweg. Die Schaltung bietet zehn Übersetzungen - das klingt nicht nach viel, ist aber auch für schweres Gelände vollkommen ausreichend.

    Doppelt so viele Gänge bietet das Sduro AllMtn RC von Haibike (ab 4.000 Euro), bei dem ein Mittelmotor aus dem Hause Yamaha für elektrische Nachhilfe sorgt. Der japanische Antrieb ermöglicht die Montage eines Doppelkettenblatts, was den Gipfelsturm deutlich erleichtert. Die 150 Millimeter vorne und hinten machen das E-Fully zu einer Fahrmaschine, die sich vor allem auf langen Abfahrten bewährt. Ebenfalls von Haibike kommt das Xduro FatSix (ab 4.300 Euro), mit Bosch-Antrieb und einem Navigationssystem, mit dem sich der Radler auch in unbekanntes Gelände wagen kann.

    Weniger für Wege in Wald und Flur, sondern für den Pendler, der am Wochenende auch mal sportlich unterwegs sein will, ist das Charger GT45 HS (4.000 Euro) von der Manufaktur Blue Label gedacht, das allein schon mit seiner blau-gelben Lackierung an die Gulf-Porsche erinnert, die einst in Le Mans siegten. Maximal 45 km/h erreicht das Rad, das deshalb ein Versicherungskennzeichen benötigt und nur mit Helm gefahren werden darf. Für weniger sportiv eingestellte Naturen gibt es auch eine gedrosselte Version.

    Das E-Bike wird auch in der kommenden Saison weiter Stütze des Fachhandels bleiben, zumal auch die urbanen Modelle wie zum Beispiel das Homage dual drive (ab 4.600 Euro) von der Edelmanufaktur Riese & Müller inzwischen ein modernes und dynamisches Design zeigen. Bleibt als letztes Segment noch das Rennrad, von dem es bisher nur wenige elektrifizierte Exemplare gibt. Doch „in zwei bis drei Jahren kommen auch elektrische Renner auf den Markt“, ist sich Fehlau sicher.

    Walther Wuttke/SP-X

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