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    Freizeit, Freiheit und Fließheck (Kurzfassung) - 50 Jahre Hype der Kombi-Hecks fürs große Gepäck

    Heute ist sie in allen Fahrzeugklassen Kennzeichen familien- und freizeitfreundlicher Funktionalität und schickes Stilelement von Fastbacks: Die Heckklappe für sperriges Gepäck. Das war vor 50 Jahren anders.

    Der Volvo 145
    Der Volvo 145

    Was für ein Sommer! In Kalifornien wagten sich 1967 die ersten Windsurfer auf den Pazifik, die Byrds und Scott McKenzie schrieben am Songbook des Summer of Love und in Europa änderten die Studentenunruhen das Wertesystem, während der Lebensstil ganz langsam Richtung Freizeitgesellschaft glitt. Eine Neuausrichtung, die auch die Automobilindustrie aufgriff, denn praktische Freizeitfahrzeuge mit variablem Laderaum und großer Hecktür waren gefragt wie nie zuvor.

     

    Die Ladeluke wandelte sich vom Handwerker-Kennzeichen zum Lifestyle-Accessoire. Wer eine große Klappe hatte, zeigte diese plötzlich gerne – zum Leidwesen der Vorreiter von VW, Ford und Opel, die bis dahin vier Fünftel des deutschen Kombi-Marktes bestimmt hatten. Jetzt aber wurden anfangs unverstandene fünftürige Revolutionäre wie Renault 4 und 16 schick. Der Simca 1100 zeigte konservativen Kadett und Käfer wie moderne Kompakten aussehen müssen, der Peugeot 204 steigerte die Sensation des weltweit kleinsten Diesels durch Kombicouture und der Volvo 145 schrieb als erster Kindersicherheit groß. Sportwagen wie Maserati und Triumph fassten via Fastback-Klappe Fahrrad oder Golfbag und kleine Dreitürer wie Autobianchi Panorama, Glas 1304 CL oder Mini Countryman zeigten mit Klappe kostengünstige Extravaganz.

     

    Ein Trend, von dem Sportwagen profitierten, die es jetzt vermehrt als stylishe Shootingbrakes oder mit schönen schnellen Rücken und großen Glasklappen gab. Initiiert hatten diese Bewegung Supercars wie Jaguar E-Type und Maserati Mistral, beschleunigt wurde sie durch den Jensen FF mit Allradantrieb, MGB GT, Triumph GT 6 und das winzige Honda S 800 Coupé mit hochdrehzahlfestem Motor. Sämtliche Klischees über England als Insel der Exzentriker lassen sich an den Heckklappenträgern belegen, die vor 50 Jahren über den Kanal kamen. Britanniens Kreativität fand ihren Ausdruck in schrägen Heckmotor-Zwergen wie Hillman Imp bzw. Sunbeam Imp Sport mit klappbaren Heckfenstern. Der neue Fiat 124 Kombi warb als „Auto des Jahres“ für sich, während der Sechszylinder-Fiat 2300 ebenso wie der Peugeot 404 Familie den verblassenden Charme des Trapezdesigns mit angedeuteten Heckflossen pflegte. Und wenn heute Fastback-Fünftürer auch anspruchsvolle Kunden begeistern, ist dies ein Erbe des Renault 16. Dieser avantgardistische Gallier verband als erste große Reiselimousine fünf Türen mit variablem Interieur und Vorderradantrieb.

    Wolfram Nickel/SP-X

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