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Berlin

Porsche Boxster S: Traumwagen für kurvige Landstraßen

Der Boxster ist die bezahlbare Alternative zum 911. Porsche bringt nun eine neue Generation des Roadster auf den Markt. Sie ist schneller und gleichzeitig sparsamer als der Vorgänger. Besonders Spaß macht das Geschoss auf kurvigen Landstraßen.

Boxster
Porsche hat eine neue Version des Boxster aufgelegt. Mit Preisen ab 48 291 Euro ist er deutlich günstiger als der 911.
Foto: Porsche – DPA

Für viele sportliche Autofahrer ist der Porsche 911 der Wagen ihrer Träume. Doch bei Preisen von 88 000 Euro aufwärts bleibt der Sportwagen in den meisten Fällen unerschwinglich. Als vergleichsweise bezahlbare Alternative haben die Schwaben deshalb vor fast 20 Jahren den Boxster aufgelegt. Jetzt geht er in die dritte Runde und kommt seinem großen Bruder dabei näher denn je.

Boxster
Die neue Boxster-Generation ist größer ausgefallen: In Länge und Breite kommen ein paar Zentimeter hinzu. Das schafft mehr Platz im Innenraum und sorgt für einen größeren Radstand.
Foto: Porsche – DPA

Deutlich sparsamer als der Vorgänger

Boxster
Wie in alle Porsche-Modellen ragt im Innenraum eine riesige Mittelkonsole zwischen den Insassen auf.
Foto: Porsche – DPA

Gewachsen ist der Boxster im Format: Genau wie beim 911 kommen in Länge und Breite ein paar Zentimeter hinzu. Das schafft ein wenig mehr Platz im Innenraum, dient aber vor allem den Proportionen. Er hat schärfer gezogene Linien, stärker modellierte Flächen und einen größeren Radstand. Und mit der gewachsenen Spurweite steht der Roadster jetzt viel stabiler auf der Straße. Obwohl sichtlich größer, ist das Auto aber nicht schwerer geworden. Im Gegenteil: Mit viel Aluminium etwa für Kotflügel und Hauben hat Porsche das Gewicht um bis zu 35 Kilogramm gedrückt.

Boxster
Der Name verpflichtet: Der neue Boxster rast in 4,8 Sekunden auf Tempo 100.
Foto: Porsche – DPA

Auch das ist ein Grund dafür, weshalb der stärkere Boxster auch der sparsamere ist. Im besten Fall kommt er auf einen Verbrauch von 7,7 Litern und einen CO2-Ausstoß von 180 g/km. Auch die schnellste Variante bleibt mit 8,8 Litern und 206 g/km deutlich unter den Werten des Vorgängers. Das sind bis zu 15 Prozent weniger als früher.

Porsche Boxster
Trotz der größeren Motorleistung ist der Boxster sparsamer geworden – er verbraucht bis zu 15 Prozent weniger als sein Vorgänger.
Foto: Porsche – DPA

Porsche hat am Verdeck gearbeitet

Boxster
Besonders viel Spaß macht der Boxster auf kurvigen Landstraßen – dort spürt man, wie gut das Auto auf der Straße liegt.
Foto: Porsche – DPA

Von der Diät ist im Fahrzeug allerdings nichts zu spüren. So ragt nun wie in mittlerweile allen Porsche-Modellen eine riesige Mittelkonsole zwischen den Insassen auf, die Sitze sind weicher und bequemer als früher, und es gibt viel Lack und Leder. Auch das Verdeck haben die Ingenieure verfeinert. Es ist zwar nicht ganz so nobel wie beim neuen 911 Cabriolet, sitzt aber nun straffer, ist besser schallisoliert und faltet sich schneller zusammen. In neun Sekunden legt sich der Stoff hinter die Sitze. Dabei schließt das Verdeck so sauber mit dem Blech ab, dass kein Verdeckkasten mehr nötig ist.

Angetrieben wird der Boxster nach wie vor von Sechszylinder-Boxermotoren, die direkt hinter den Sitzen montiert sind. Beim Basismodell ist das Kraftwerk auf 2,7 Liter Hubraum geschrumpft, während die Leistung auf 196 kW/265 PS gestiegen ist. Im Boxster S bleibt es bei 3,4 Litern Brennkammervolumen, aus denen der Motor nun 232 kW/315 PS schöpft. Wer eine Doppelkupplung und das Sport-Chrono-Paket mit Sportmodus bestellt, dem fehlt am Steuer nicht mehr viel zum 911.

Beschleunigen bis auf 280 Sachen

Besonders deutlich wird das bei gedrückter Sporttaste. Dann brüllt der Sechszylinder laut, denn die Automatik erlaubt dem Motor höhere Drehzahlen. 360 Nm lassen den Boxster in 4,8 Sekunden auf Tempo 100 schnellen, 200 km/h hat man nach 17,3 Sekunden auf der Uhr und erst knapp unter 280 Sachen beugt sich das flache Auto den Kräften des Windes.

Aber der Boxster ist nicht nur auf der Geraden schnell. Besonders viel Spaß macht der Roadster auf einer kurvigen Landstraße. Dort beweist die neuerdings elektrische Servolenkung ihre ganze Schärfe und Präzision, und erst dort spürt man, wie gut das Auto auf der Straße liegt, wenngleich er bei verschärfter Gangart ein wenig ungehobelt wirkt. Aber schließlich ist der Boxster ein Sportwagen und kein Schönwetterauto. Kinderleicht beherrschbar bleibt er selbst, wenn man am Limit fährt.

Fazit: Stark, schnell, sportlich – und teuer

Stärker und schneller, schöner und sportlicher und obendrein noch sparsamer als früher: In der dritten Generation ist der Boxster besser denn je. Als Alternative zum mehr als doppelt so teuren 911 muss er sich nicht verstecken. In seinem Segment markiert er mit 48 291 Euro trotzdem die Preisspitze.

Datenblatt:Porsche Boxster
Motor und Antrieb:Sechszylinder-Boxermotor mit Benzindirekteinspritzung
Hubraum:2436 ccm
Max. Leistung:232 kW/315 PS bei 6700 U/min
Max. Drehmoment:360 Nm bei 4500-5800 U/min
Antrieb:Heckantrieb
Getriebe:7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

Maße und Gewichte
Länge:4374 mm
Breite:1801 mm
Höhe:1281 mm
Radstand:2475 mm
Leergewicht:1350 kg
Zuladung:335 kg
Kofferraumvolumen:150+130 Liter
Fahrdaten
Höchstgeschwindigkeit:277 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h:4,8 s
Durchschnittsverbrauch:8,0 Liter/100 km
Reichweite:800 km
CO2-Emission:188 g/km
Kraftstoff:Super
Schadstoffklasse:EU5
Energieeffizienzklasse:k.A.
Kosten
Basispreis der Modellreihe:48 291 Euro
Grundpreis des Boxster S PDK Sport Chrono:63 540,85 Euro
Typklassen:liegen noch nicht vor
Kfz-Steuer:206 Euro/Jahr
Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke
Wichtige Serienausstattung
Sicherheit:Front- und Seitenairbags, automatischer Überrollbügel
Komfort:Klimaanlage, elektrisches Verdeck, Xenon-Scheinwerfer
Spritspartechnik:Start-Stopp-Automatik
Ratgeber: Autotest
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