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„Wir wollen mittelfristig die 200.000-Marke knacken“ – Drei Fragen an: Imelda Labbé, Geschäftsführerin bei Skoda Deutschland

Skoda ist auch 2015 die erfolgreichste Importmarke auf dem deutschen Markt. Mittelfristig will die VW-Tochter sogar über 200.000 Fahrzeuge verkaufen. Dazu muss allerdings zunächst die Abgasproblematik sauber abgearbeitet und ein neues SUV-Modell in den Markt eingeführt werden.

Imelda Labbé, Geschäftsführerin bei Skoda Deutschland
Imelda Labbé, Geschäftsführerin bei Skoda Deutschland

Ein weiteres erfolgreiches Jahr liegt hinter Skoda. Mit rund 180.000 Pkw-Neuzulassungen belegt die tschechische VW-Konzerntochter im siebten Jahr in Folge Platz eins bei den Importmarken. Und man will weiter wachsen. Zunächst jedoch müssen der Abgasskandal aufgearbeitet und die betroffenen Fahrzeuge in die Werkstatt geholt werden.

Frau Labbé, wie sehen die Maßnahmen für Skoda Fahrzeuge aus, die in Deutschland von der Abgasmanipulation betroffen sind?

Wir rufen ab dem ersten Quartal 2016 die betroffenen Fahrzeuge in die Werkstätten. Die 1,2- und 2,0-Liter-Aggregate bekommen ein Software-Update. Die Fahrzeuge mit dem 1,6-Liter-EA-189-Motor erhalten direkt vor dem Luftmassenmesser einen sogenannten Strömungstransformator eingesetzt, der die Messgenauigkeit erhöht und in Kombination mit einer erneuerten Software die Einspritzmenge optimiert. Die Arbeitszeiten in der Werkstatt betragen zwischen einer halben und einer Stunde, die Maßnahmen sind aber natürlich kostenlos.

Welche Auswirkungen hat der Abgasskandal bisher auf Skoda?

Das sehr gute Zulassungsergebnis im November zeigt, dass die aktuelle Abgasthematik bislang keine Auswirkungen auf die Nachfrage nach Škoda Automobilen in Deutschland hat. Auch die Restwerte unserer Automobile bleiben stabil.

Was erwarten Sie vom kommenden Jahr?

Wir erwarten im nächsten Jahr eine weitere Steigerung unserer Verkaufszahlen. Mittelfristig, also in den kommenden Jahren, ist es unser Ziel, die 200.000er-Marke zu knacken, sofern es zu keinen unvorhersehbaren Markteinbrüchen kommt. Dazu bauen wir sowohl unser Privatkunden- als auch unser Flotten-Geschäft aus. 2016 steht zudem unser komplettes Produktportfolio von Anfang an zur Verfügung, nachdem 2015 ja der Fabia Combi und der Superb erneuert wurden. Außerdem hält erstmals zum Jahreswechsel 2016/2017 ein SUV oberhalb des Yeti Einzug in unsere Modellfamilie. Damit werden wir vom anhaltenden Boom der SUV profitieren.

Elfriede Munsch/SP-X

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