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    Vierzylinder und neuer Name – Porsche Cayman/Boxster

    Das Facelift für Porsches Mittelmotor-Sportwagen fällt extrem umfangreich aus: Neben neuer Optik und neuen Motoren gibt es auch einen neuen Namen. Wobei: So neu ist der gar nicht.

    Porsche liftet 2016 den Cayman
    Porsche liftet 2016 den Cayman

    Bei Porsche kehrt der Vierzylindermotor zurück. Wenn in der zweiten Hälfte 2016 die Mittelmotorsportwagen Cayman und Boxster ihr umfassendes Facelift erhalten, zählt auch ein neues Downsizing-Triebwerk zu den Neuerungen. Der turbogeladene Vierzylinderboxer dürfte ähnliche Leistungswerte besitzen wie die aktuell eingesetzten Sechszylinderboxer mit 2,7 bis 3,4 Litern Hubraum – denkbar wären demnach Werte zwischen knapp 221 kW/300 PS und rund 250 kW/340 PS. Genaue Daten nennt der Hersteller noch nicht.

    Neben optischen Modifikationen, durch die das Coupé Cayman und das technisch weitgehend identische Cabrio Boxster näher zusammenrücken, soll auch ein neuer Name die Gemeinsamkeit der Modelle unterstreichen. Beiden Modellbezeichnungen wird dann die Ziffernfolge 718 vorangestellt, die an den gleichnamigen Rennwagen aus den späten 50er-Jahren erinnern soll. Darüber hinaus wird die Hierarchie in der Baureihe neu geordnet: Was bisher das günstiger produzierbare Coupé teurer als das aufwendigere Cabrio, wird es künftig andersherum sein. Offenbar war die ungewöhnliche Preisstrategie für Porsche nicht aufgegangen, das eigentlich billigere Modell mit Hinweis auf Exklusivität und konsequentere Sportlichkeit teurer zu verkaufen.

    Preise nennt der Hersteller noch nicht. Aktuell startet der Cayman in Deutschland bei 51.385 Euro, den Boxster gibt es ab 50.909 Euro. Ob sich die Hoffnungen vieler Sportwagenfans bewahrheiten, dass die bereits seit längerem angekündigten Vierzylinderversionen den Einstiegspreis für einen Porsche in den Bereich von 40.000 Euro drücken, bleibt abzuwarten.

    Zuletzt gab es Anfang der 90er-Jahre einen Porsche mit Vierzylindermotor. Beim 968 waren die Brennräume aber konventionell in Reihe geschaltet. Den letzten Vierzylinderboxermotor hatte in den 70er-Jahren der „Volksporsche“ 914 an Bord; das Triebwerk stammte damals aus dem VW-Regal. Der Rückgriff auf den Vierzylinder ist vor allem eine Reaktion auf die strenger werdenden Verbrauchsvorgaben, vor allem in Europa und den USA. Die neuen, hubraumkleineren Motoren dürften deutlich sparsamer ausfallen als die aktuellen Sechszylinder, die selbst in der genügsamsten Version laut Normwert 8,4 Liter schlucken (195 Gramm CO2/km).

    Holger Holzer/SP-X

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