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Verwandlungskünstler – 5 x: Echte Transformer-Autos

Transformer kann man nicht nur im Kino bewundern, einige wandelbare Wundermobile wurden auch tatsächlich gebaut.

Diesen Transformer gibt es in Echt: Das türkische Start-up Letrons hat diesen Real-Life-Transformer gebaut
Diesen Transformer gibt es in Echt: Das türkische Start-up Letrons hat diesen Real-Life-Transformer gebaut

Das einer metallischen Libelle ähnelnde Fahrzeug verfügt über einklappbare Flügel und wiegt dank Karbon-Karosserie gerad
Das einer metallischen Libelle ähnelnde Fahrzeug verfügt über einklappbare Flügel und wiegt dank Karbon-Karosserie gerade einmal 450 Kilo.

Ein rasender Sportwagen auf einem einsamen Highway in den USA: Plötzlich fahren seitlich die Räder aus, eine große Kanone kommt aus dem Dach, Arme und Beine formieren sich – das eigentlich harmlose Auto mutiert zum Kampfroboter, der sich sogleich in einer wilden Schlacht mit anderen seiner Art bewähren muss. So oder ähnlich konnte man schon einige Male im Kino spektakuläre Transformationen erleben, die fast realistisch aussehen, allerdings nur auf Computeranimationen basieren. Doch es gibt auch einige echte Autos, die im echten Leben ihre Form mal mehr, mal weniger stark verändern können. Zu den Klassikern der Transformations-Szene gehören die Flugautos. Schon seit 100 Jahren tüfteln Menschen an diesen Zwittern, die auf Straßen fahren oder spontan auch in die Lüfte gehen können. In den meisten Fällen wird dabei die Form dem Zweck angepasst. Derzeit stehen mit Terrafugia, PAL-V und Aerobmobil gleich drei Unternehmen kurz davor, solche Fahrzeuge sogar auf den Markt bringen zu wollen. Beispiel Aeromobil: 2020 soll das vorne wie ein Auto und nach hinten wie Flugzeug wirkende Vehikel serienreif sein. Mit bis zu 160 km/h kann der gut sechs Meter lange Zweisitzer mit angeklappten Flügeln auf Straßen fahren. Will man hingegen abheben, muss man auf dem Flugplatz die sich über acht Meter spannenden Tragflächen ausklappen. In der Luft kann das Aeromobil dann 200 km/h schnell fliegen. Was mit Luft klappt, klappt auch mit Wasser. Amphibienfahrzeuge gibt es in großer Zahl. Bei vielen handelt es sich allerdings um Boote mit Rädern. Es gibt aber auch Autos, die man in Boote verwandeln kann. Ein eindrucksvolles Exemplar hat die neuseeländische Firma Gibbs mit dem Aquada vor rund 15 Jahren vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen MX-5 Roadster, der nicht nur auf der Straße, sondern auch im Wasser schnell ist. Deshalb hat Gibbs diese Technik auch HSA genannt, was für „High Speed Amphibian“ steht. Der Trick: Anders als die meist trägen Amphibienboote mit festem Fahrgestell kann der Aquada seine Räder wegklappen. Dann wird aus dem Fahrzeugunterboden ein strömungsoptimierter Bootsrumpf, der ein Wassertempo von 25 Knoten erlaubt. Apropos strömungsoptimiert: Sehr viele Serienautos können ihre Form zumindest leicht verändern, zum Beispiel mit Hilfe variabler Heckflügel oder Klappscheinwerfern. Diese Variabilität wurde in einigen Konzepten sogar weiter gedacht, etwa von BMW mit der Studie GINA. Dabei handelt es sich um eine Art Z4 Roadster, dessen Blech- durch eine Textilhaut auf Lycra-Basis getauscht wurde. Diese Lösung erlaubt den Wechsel eines Überzugs in einer anderen Farbe, aber gleichzeitig auch, dem Auto eine andere Form und einen anderen Charakter zu verleihen. Einen etwas anderen Ansatz verfolgt Mercedes mit dem Concept IAA, dem Intelligent Aerodynamic Automobile. Bei dieser Studie aus dem Jahr 2015 handelt es sich um eine superwindschnittige Limousine mit adaptiver Karosserie. Als Clou fahren außerorts am Heck Luftleitbleche aus, die das Profil des Autos strömungsgünstig strecken. Eine ganze Reihe von Konzeptautos wurden in jüngere Zeit vorgestellt, die weniger die Aerodynamik als den Platzmangel in Städten im Fokus haben. Dazu gehören etwa die vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelten Fahrzeuge EO1 und EO2. In beiden Fällen sind die Autos in der Lage, die Fahrgastzelle aus der horizontalen in eine vertikale Position zu bringen und dabei zugleich den Radstand zu verkürzen. Eine passende Parklücke findet sich so wesentlich leichter. Mehr noch: Die Autos können sich, sofern es denn einmal mehrere von ihnen geben sollte, aneinanderketten und eine Schlange bilden. Diese Option, auch Platooning genannt, soll das effiziente Fahren in der Kolonne, etwa auf Autobahnen, möglich machen. Transformer-Autos gibt es also einige, doch keines kommt auch nur ansatzweise an die Wandlungskünste von Kinohelden wie Bumblebee heran. Doch halt, in der Türkei haben ein paar Kreativ-Künstler tatsächlich einen BMW 3er derart präpariert, dass dieser sich aus seiner normalen Autoform in etwas erheben kann, das optisch einem Kampfroboter sehr nahe kommt. Letrons heißt das irre Ding, welches auf Anfrage sogar bestellt werden kann. Das Auto fährt auch tatsächlich ferngesteuert und wandelt sich auf Knopfdruck in wenigen Sekunden zu einem finster dreinblickenden Blechmännchen. Kopf und Finger sind beweglich. Das war es dann aber auch mit den Kompetenzen. Dennoch: Die Letrons-Show ist beeindruckend.

Ebenfalls wandelbar: Das Amphibienauto Gibbs Aquada
Ebenfalls wandelbar: Das Amphibienauto Gibbs Aquada
Mario Hommen/SP-X

Auto
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