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Pedelecs und Retrostyle: Die Fahrradtrends der Saison

Bremen/Hamburg (dpa/tmn) – Wenn es wärmer wird, holen viele ihr Fahrrad aus dem Keller. Beim Frühlingscheck wird oft deutlich: Der Verschleiß zeigt Spuren. Neues Zubehör oder gar ein neues Rad muss her.

Fahrradtrends der Saison
Farbtupfer: Bunt lackierte Fahrrad-Komponenten liegen im Trend. (Bild: pd-f/dpa/tmn)

Bettina Cibulski vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Bremen kennt die Trends der kommenden Saison: «Der Markt für E-Bikes wird weiter wachsen, Radlichter leuchten heller, und Design-Freunde freuen sich über den Retro-Look.»

Fahrradtrends
Hell und auffällig – LED-Leuchten fürs Fahrrad werden leistungsstärker. (Bild: pd-f/dpa/tmn)

Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor – sogenannte E-Bikes oder Pedelecs – sind längst keine Nischenprodukte mehr. «Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 120 000 Exemplare an Pedelecs verkauft, in Europa ungefähr 400 000 Stück», sagt Stephan Schreyer vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) in Bad Soden. Das Angebot und die Nachfrage nehmen mit jeder Saison weiter zu.

Fahrradtrends
Ein echter Lastesel – das Yuba elMundo verträgt Ladungen von bis zu 300 Kilo. (Bild: pd-f/dpa/tmn)

Nicht nur Tretfaule begeistern sich für E-Bikes. «Das Durchschnittsalter der E-Biker sinkt», sagt Fahrradexperte Gunnar Fehlau. So können sich inzwischen auch Mountainbiker helfen lassen: Für besonders steile Anstiege unterstützt ein 300 Watt-Motor die X-Serie vom Radhersteller Biketec. Auch im Transportverkehr rollen E-Bikes an: Das vom Hersteller Yuba angekündigte Schwerlastrad elMundo kann bis zu 300 Kilo auf zwei Rädern bewegen. Für eine zügige Fahrt ist der Motor mit einer Anfahrhilfe ausgestattet.

Auch sogenannte offene Pedelecs werden zunehmend angeboten. Das sind E-Bikes, die eine Geschwindigkeit von mehr als 25 km/h erreichen. So schafft es das Delite 500HS dank einer Motorleistung von 500 Watt auf bis zu 45 km/h. Allerdings benötigen solche Räder eine Versicherung und ein Nummernschild. Der Fahrer muss außerdem mindestens einen Moped-Führerschein vorweisen können.

Radfahren ja, aber bitte mit Stil – auch die Themen Design und Lifestyle werden immer wichtiger beim Radkauf. «Die Kunden achten nicht mehr nur auf die technische Ausstattung. Das Rad muss oft auch gut aussehen», sagt ZIV-Sprecher Schreyer. So bietet der Hersteller Sram Komponenten wie Kurbeln, Schalthebel oder Zahnkranzkassetten nicht nur in Grau an. Die Elemente gibt es auch in Rot, Orange, Rosa, Grün und Gold. Ganz im Zeichen des Retrolook sind die montierbaren Lenkergriffe mit Echtledererbezug von Humpert gehalten.

Manch stylisches Zubehör trägt außerdem zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bei. «LED-Lichter werden immer besser, effektiver und stärker», sagt Schreyer. Schon in den unteren Preisklassen finden sich leistungsstarke Leuchten. Mit 25 Lux erhellt zum Beispiel der LED-Frontscheinwerfer Lumotec Lyt vom Komponenten-Anbieter Busch & Müller die Straßen. Eine neue Variante des Rücklichts bietet das Toplight Line Plus vom selben Unternehmen: Das Rücklicht erscheint als rote Linie, welche beim Näherkommen größer wird. So können Autofahrer die Abstände zum Radfahrer besser einschätzen.

«Der Nabendynamo wird zum Standard», sagt Bettina Cibulski vom ADFC. Dieser bringt nicht nur die Lichter zum Leuchten, sondern auch zusätzliche Möglichkeiten im Zubehörbereich. Das E-Werk von Busch und Müller etwa bietet Reiseradlern eine Art Minigenerator. Der vom Nabendynamo erzeugte Strom lässt sich in elektronische Geräte wie Handy, iPod oder GPS-Empfänger einspeisen. Spannung und Stromstärke sind regulierbar, verschiedene Adapterstecker garantieren diverse Anschlussmöglichkeiten.

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