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    Wiesbaden

    Mobile Gesellschaft: Busse und Bahnen bleiben top

    Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind - aber in Bus und Bahn sind sie auch gern unterwegs. Das senkt den Stress und kann Geld sparen, denn die Tankfüllung wird immer teurer.

    Busse und Bahnen bleiben top
    Die Deutschen wissen die Vorzüge von Bus und Bahn zu schätzen.
    Foto: Jens Wolf - DPA

    In der Stadt alle paar Kilometer eine Ampel, Staus auf der Autobahn, Zeitdruck - das ist der Alltag für Millionen Pendler. Neben den hohen Spritpreisen ist der wachsende Stress auf der Straße ein Grund für die anhaltende Beliebtheit des öffentlichen Verkehrs. Busse und Bahnen haben im ersten Halbjahr 5,5 Milliarden Fahrgäste transportiert und bleiben damit auf dem Rekordniveau des vergangenen Jahres. Im Fernverkehr waren 64 Millionen Menschen unterwegs, ein Zuwachs von 5,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag berichtete. 2011 war mit 10,9 Milliarden Fahrten im Linienverkehr eine neue Höchstmarke erreicht worden.

    Aus Sicht des ökologisch ausgerichteten Verkehrsclubs Deutschland (VCD) werden nun Bemühungen der Bahn um mehr Attraktivität im Fernverkehr belohnt. «Die Fahrgäste haben die Vorzüge erkannt», sagt VCD-Sprecherin Anja Smetanin. Fortschritte bei Pünktlichkeit, Service und Qualität seien sichtbar, die Preise seien attraktiv, wenn auch das Preissystem mit den vielen Rabattmöglichkeiten noch zu kompliziert sei. «Das Angebot ist gut, aber noch nicht sehr gut», lautet das VCD-Urteil.

    Dass im nächsten Jahr, wenn das Bahn-Monopol im Fernverkehr fällt, auch Linienbusse in ganz Deutschland unterwegs sind, müsse für die Bahn keine Konkurrenz bedeuten. «Das ist ein Ergänzungsbaustein», sagt Smetanin. Fernbusse würden vermutlich eher Autofahrer als Bahnfahrer umsteigen lassen. Das Angebot werde preissensible Kunden anlocken, also vor allem junge und alte, denen die Bahn zu teuer sei.

    In der Tat ist ein Fahrpreis ab neun Euro für Strecken zwischen deutschen Großstädten wie Frankfurt und München, wie sie das Offenbacher Busunternehmen DeinBus.de aktuell anbietet, im Linienverkehr beispiellos. Das billigste Bahnticket im Fernverkehr kostet 19 Euro. Die junge Bus-Firma, die für die Liberalisierung vor Gericht stritt, will ein flächendeckendes Netz von Fernbuslinien aufbauen und bis 2015 größter Anbieter werden. Derzeit hat das Unternehmen 14 Mitarbeiter und ein Dutzend Busse. «Wir nehmen der Bahn wenig weg, eher schon den Mitfahrzentralen», sagt Firmenmitgründer Ingo Mayr-Knoch. «Und wir selbst werden ja auch Konkurrenz bekommen.» Ziele der DeinBus.de-Linien sollen unter anderem mittlere Städte sein, die von der Bahn bisher nicht optimal bedient würden.

    Mit einem Anteil von zehn Prozent am gesamten Verkehr in Deutschland bleibe dem Linienverkehr noch viel Luft nach oben, sagt Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn. Die Zahl der Singles steige, die jungen Leute seien hochmobil, und damit werde auch der Bedarf an guten Verbindungen wachsen. Reisende wollten heute schnell von A nach B kommen, unterwegs am Laptop arbeiten oder einen Film ansehen. «Das alles geht im Auto nicht.» Zwar müsse die Bahn keine Konkurrenz fürchten, aber «anstrengen muss sie sich schon.»

    Verkehrsclub Deutschland

    Fahrgastverband Pro Bahn

    Pressemitteilung mit Tabelle

    DeinBus.de

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