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Saarbrücken

Kreisverkehr-Insel überfahren: Mitschuld bei Unfall

dpa

Wenn ein Autofahrer in einem Kreisverkehr einfach über eine nicht erhöhte Mittelinsel fährt, trifft ihn bei einem Unfall eine Mitschuld. Das entschied das Landgericht Saarbrücken in einem Urteil.

Denn die von der Fahrbahn abgegrenzte Mittelinsel solle die Geschwindigkeit im Kreisverkehr verringern, um so das gefahrlose Einreihen in den fließenden Straßenverkehr zu erleichtern. Ihr Überfahren aber ermögliche ein höheres Tempo und erhöhe damit die Unfallgefahr, befanden die Richter (Aktenzeichen: 13 S 161/09).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Schadensersatzklage eines Autofahrers nur zu zwei Dritteln statt. Der Kläger hatte nach einem Unfall vollen Schadenersatz verlangt, nachdem er mit einem in den Kreisverkehr einfahrenden Autofahrer kollidiert war. Nach den Feststellungen des Gerichts hatte er allerdings mit höherer Geschwindigkeit im Kreisverkehr die Kurve geschnitten und dabei die Mittelinsel überfahren.

Anders als das Amtsgericht Saarlouis, das der Klage in vollem Umfang stattgegeben hatte, hielt das Landgericht dem Kläger ein Mitverschulden vor. Er wäre zwangsläufig langsamer gefahren, wenn er sich an das Rechtsfahrgebot gehalten und die Begrenzung der Mittelinsel beachtet hätte. Zwar treffe den wartepflichtigen Autofahrer ein überwiegendes Verschulden. Allein müsse er in diesen Fällen den Schaden jedoch nicht tragen.

Webauftritt des Landgerichts: www.lg-sb.saarland.de

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